Wehmuts-sonett

In dunkler Nacht mit schlafbedecktem Schritte und eisern schreitend bis zur Tagesmitte, ob tiefste Täler, höchste Bergesgipfel – wir blicken stets der Liebe Hoffnungswipfel. Doch dann beraubt mich schon mit einem Male – der Tag schickt seinen Diener mir zur Quale –...

Frühlingstanz

Die Freude erblühet, ganz unschuldig will ich sagen, in prächtigen Farben tief in mir wie Blumen auf grüner Aue. Denn seht! Baldur ist erneut geboren und spaltet die frostige Klaue! Sonne durchbricht die Wolken, zerreißt den trüben Himmel, belebt die weite Flur. Ihr...

Ein Kaffekränzchen mit Gott

Er stand regungslos vor dem Fenster, die Hände flach auf das Fenstersims gelegt und starrte hinaus in die Nacht, die sich mit jeder Minute, die vorüberging, weiter zurückzog, um dem neuen Morgen Platz zu machen. Wie so oft schon schlug die Natur ihn in seinen Bann....

Götterfreude

Im Keim geboren in bunt lebhafter Pracht Entsprießt befangen, der Erato stets gedacht, Sodass ersehe ich zur wohligrechten Zeit Zu dichten dir dies seiden Wörterkleid. Gedenkend deiner glanzumwehten Gestalt, umwölkest du mit holdsanftmütiger Gewalt das stolze Herze...

Verena

Verena o Verena deinem Wunsche dir Befehl deinem Sehnen freilich folgend – ich mach draus keinen Hehl – erdicht ich güldnes Wortgewand. Vers auf Vers erklinget famos doch silbernklar in eloquenter Poesie schon adrette Wörterschar. Indes komm ich zu dir,...

Gute Nacht

Lasse dich von Morpheus auf träumefunkelnde Wogen geleiten, gebettet im weichen Nebelsaum der unendlich schillernden Weiten einer heimelig leuchtendbunten Welt, fernab vom irdisch fahlen Himmelszelt, hinfort durch einen schleierverhüllten Raum an lindumwehte Gestade,...

Ode an die Liebe

Die Liebe ist das Amen uns’res Lebens  und das Lächeln uns’rer Seele.  Zu entflieh’n ihr ist vergebens,  so hört, was ich erzähle.  Sie ist der Schlüssel zu Glückseligkeit  der Endzweck dieser Schöpfung.  Bezwingt sogar den Lauf der Zeit,  ist des...

Sonett – Zauber der Liebe

O holde Schönheit, du Krone der Schöpfung,  Auf ewig entzücket gar verzaubert mich,  Fesselnd meine Seele, einem Banne gleich,  Erkor’ ich dich zur Blüte meiner Dichtung.  Sehnsucht, heiß‘ mich Gefangener des Schicksals,  wahrlich Sklave deiner süß-eisern Ketten. ...