Das Bild
(Die erste Fassung!)

Das alte Bild an der Wand! Ich kenne die
Gesichter! Ich kenne die Arme! Ich kenne
die Beine! Ich kenne die Füße! Ich kenne
die Hände! Und denke mir: „Es gibt mehr!“

Das alte Bild an der Wand! Ich kenne das
Sofa! Ich kenne den Schrank! Ich kenne
den Tisch! Ich kenne die Kommode! Ich
kenne die Stühle! Und denke mir: „Es gibt
mehr!“

Das alte Bild an der Wand! Ich kenne die
Mützen! Ich kenne die Schuhe! Ich kenne
die Hemden! Ich kenne die Jacken! Ich
kenne die Krawatten! Und denke mir: „Es
gibt mehr!“

Das alte Bild an der Wand! Es sagt mir:
„Gehe auf die Straße! Rede mit Menschen!
Besuche ein Café! Sehe die Natur! Nutze
die Zeit!“ Und ich weiß: „Es gibt mehr!“

(C)Klaus Lutz

Das Bild
(Die zweite Fassung!)

Das alte Bild an der Wand! Ich kenne die
Blicke! Ich kenne die Gesten! Ich kenne
die Stille! Ich kenne die Stimmung! Ich
kenne die Ambitionen! Und denke mir:
„Es gibt mehr!“

Das alte Bild an der Wand! Ich kenne die
Moden! Ich kenne die Möbel! Ich kenne
die Armut! Ich kenne die Speisen! Ich
kenne die Trauer! Und denke mir: „Es
gibt mehr!“

Das alte Bild an der Wand! Ich kenne die
Erwartungen! Ich kenne die Kämpfe! Ich
kenne die Furcht! Ich kenne die Zweifel!
Ich kenne die Mühen! Und denke mir: „Es
gibt mehr!“

Das alte Bild an der Wand! Es sagt mir:
„Gehe auf die Straße! Rede mit Leuten!
Besuche einen Park! Sehe das Leben!
Nutze die Zeit!“ Und ich weiß: „Es gibt
mehr!“

(C)Klaus Lutz

Ps. Am 6.9.2019 um 00:33 Uhr
die copyrights gesichert!

Klaus Lutz, Anmerkung zum Gedicht

Den Forschergeist spielen lassen! Experimente wagen! Vorwärts gehen! Nicht stehen bleiben! Das ist für mich das Schreiben! Das ist für mich das Leben! Nach einer Flasche Eierlikör! Und drei Science Fiction Filmen habe ich das, beim ersten Text, wahr werden lassen! All das was für mich das Leben ist! Ich habe mir das Bild im Kopfstand angesehen. Ich habe mir das Bild in Bauchlage angesehen. Ich habe mir das Bild im Schneidersitz angesehen. Nur um es dann anders zu sehen. Nur um dann das zu sehen was das Bild wirklich zeigt! Und so habe ich es mit vollem Bewusstsein gesehen! Das Bild mit all den Menschen. Das Bild mit all den Gegenständen! Und dabei habe ich diese Klarheit gewonnen: „Ich muss das Leben neu sehen!“ Ich habe dann noch zwei Danziger Goldwasser getrunken! Und bin völlig klar auf die Straße! Und habe die Welt neu gesehen! Um dann auch das Bild später neu zu sehen! Und so habe ich es dann, bei der ersten Fassung des Gedichtes auch, wahr genommen!

Bei der zweiten Fassung des Gedichtes habe ich es dann getan! Und all meine Sinne spielen lassen! Ich habe mich der Meditation hin gegeben. Mich in der Sahara gesehen! Und mit der Kraft meiner Gedanken einen Baum wachsen lassen! Dann habe ich mich in einem Wald gesehen! Und mit der Kraft meiner Gedanken, den Witzen, einer Tanne zugehört! Dann habe ich mich in einer Stadt gesehen. Und mit der Kraft meiner Gedanken den besten Konditor gefunden! Dann habe ich zwei Milchkaffee getrunken! Zehn mal tief eingeatmet! Und mir vorgestellt ich wäre Hannibal! Stände mit meiner Elefantenarmee in Nordafrika! Und hätte plötzlich die Erleuchtung: „Scheiß Römer! Warum der Stress!“ Um mir dann ein Harem zuzulegen! Und den Orgasmen eine universelle Unendlichkeit zu geben! Dann habe ich das Bild neu gesehen! Und die zweite Fassung geschrieben! Mit dem Blicke der Blicke für das Bild! Dem Blick in die tiefsten Emotionen und Gedanken der Menschheit! Und zwar so wie die Menschheit ist! Und zwar so wie die Menschheit war! Und zwar so wie die Menschheit sein wird! Dabei muss ich zugeben das ich zu dem Milchkaffee, einen doppelten Cognac, getrunken habe! Sonst wäre mir dieses Kunststück nicht gelungen! So ist Es meine Freunde!

Und was sagt der nüchterne Philosoph Klaus dazu! Heute Morgen! Ohne alle Phantasie! Klar und rational! Der Blick für das Leben. Das lässt die Dinge leben! Das lässt die Dinge sterben! Der lebendige Blick das ist die Kunst! Das ist für mich das Schreiben! Ich sehe ein Bild! Sehe die Gegenstände! Sehe die Menschen! Und sehe was da an Menschen und Gegenständen ist! Und sehe dann genau hin! Und sehe was und wer die Gegenstände und Menschen sind! Über die Technik und Faszination des gemalten hinaus beginnt dann das Leben neu! In meinen Gedanken! In meiner Welt! Um mich her mit allen Gegenständen! Um mich her mit allen Menschen! Und so sehe ich das Bild genau! Und so sehe ich das Leben genau! Und bin mit Allem was ich denke! Und mit Allem was ich fühle der Wahrheit, dieser Welt, etwas näher! So ist ES! Ich hoffe, einige finden dieses Experiment gelungen! Und sagen mir, in den Kommentaren, was sie davon halten! (C)Klaus Lutz

Das Bild
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