Ich liege im Bett. Nackt. Meine Haut ist kreidebleich. Mein Körper ist warm. Meine Füße und Hände sind eiskalt. Ich weine. Drehe mich im Bett hin und her. Ich kann nicht schlafen. Ich kann nur an Ihn denken. An diesen einen Jungen, der mir mehr bedeutet, als mein Leben. Doch warscheinlich weiß er nicht einmal, wie sehr ich ihn mag. Er lässt mich mit seinem Blick jedes mal dahinschmelzen. Alle hassen mich. Ich habe keine Freunde. Macht es noch Sinn? Bringt es noch Sinn weiter zu leben? Nein. Das Leben hat keinen Sinn. Keine Freunde. Niemanden, der einen mag oder liebt? Was bringt es dann noch?

Ich gehe ins Badezimmer. Ich lasse mir Wasser in die Badewanne ein. Jetzt stehe ich vor dem Spiegel. Vor mir liegen auf dem Rand des Waschbeckens drei Rasierklingen. Ich nehme eine in die Hand, streiche mit einem Finger an der Klinge entlang. Sie ist Messerscharf. Ich schneide mir mit der Klinge beide Arme auf und jetzte mich, voll mit schmerz erfüllt, in die Wanne, die voll mit eiskaltem Wasser ist. Ich blute. Stark. Ich merke nach 5 Minuten, wie der schmerz mich verlässt. Er wird immer schwächer. Bis ich nichts mehr spüre. Endlich ist es vorbei. Ich bin erlöst.

Das Leben.
5 (100%)
2x bewertet

Share This