Der Hass,
dem wir begegnen
in uns
und um uns herum,
ist nicht meiner
und ich glaube
auch nicht deiner.
Er meint weder dich noch mich.

Vielleicht
ist es der Hass der Welt,
auf alles
was uns verletzt hat,
auf alles,
was uns nicht möglich war zu leben
und was wir doch so sehr erträumt hatten.

Vielleicht auch der Schmerz
und das Leid,
die Einsamkeit und das Verlassen sein,
vielleicht auch die Wut
und unsere Hilflosigkeit.
Das Gefühl, den Hass nicht spüren zu wollen,
oder überhaupt…

Der Hass…
Er ist da, bricht aus…
Wir nehmen ihn wahr,
als das, was er ist.
Im Grunde ein Gefühl, das gefühlt werden will.
Wenn wir nicht weiter gehen – und ihn in Gewalt ausleben
wird er sich legen, irgendwann.

Dann können wir spüren, was hinter ihm liegt,
und entdecken vielleicht
die Liebe der Welt.

© A. Namer

Wenn wir an eine Schöpfung glauben, wieso sollte es etwas geben, was nicht sein soll? Wieso sollte ein Schöpfer „Fehler“ machen und Menschen brauchen, um sie aufzuheben? Unsere Welt ist dual. In allem. Wir alle haben einen Schatten (in vielerlei Hinsicht – Lächeln) – ob wir ihn sehen oder nicht. Am sichtbarsten wird er, wenn wir im Licht stehen und je nachdem, von welcher Richtung das Licht auf uns fällt, ist er klein oder groß. Vielleicht – kann der Hass, das Negative, Böse (wie auch immer wir es nennen) nicht aufgelöst werden, weil es einfach zu dieser Welt gehört? Vielleicht – ist es wie bei einer Waage? Es braucht die Balance. Vielleicht – verhält es sich proportional? Je mehr wir unsere Schatten verleugnen, je mehr wir Licht, Gutes wollen, – desto mehr werden auch unsere Schatten größer? Ich weiß es nicht… Gedankenwirrwarr….

Der Hass
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