Die erste Fassung

Ein Clown

Ein Clown steht in der Manege! Erzählt
von seinem Haus! Erzählt von seinem
Garten! Erzählt von seiner Arbeit! Erzählt
von seinen Nachbarn! Und die Menschen
lächeln! Und wissen wieder was das
Glück ist!

Ein Clown steht in der Manege! Erzählt
von seiner Frau! Erzählt von seinen
Kindern! Erzählt von seinen Erfolgen!
Erzählt von seinen Hoffnungen! Und die
Menschen lächeln! Und wissen wieder
was die Liebe ist!

Ein Clown steht in der Manege! Erzählt
von seinen Reisen! Erzählt von seinem
zu Hause Erzählt von seiner Familie!
Erzählt von seinen Träumen! Und die
Menschen lächeln! Und wissen wieder
was das Leben ist!

Ein Clown steht in der Manege! Und
erzählt: Von Kollegen! Von Bildung!
Von Mut! Vom Kampf! Für Freiheit!
Für Arbeit! Für Sicherheit! Und die
Menschen lächeln! Und wissen wieder
was die Wahrheit ist!

(C)Klaus Lutz

Die zweite Fassung

Ein Clown

Ein Clown steht in der Manege! Erzählt
von seinem Kaktus! Erzählt von seinem
Schaukelstuhl! Erzählt von seinem Teddybär!
Erzählt von seinem Lieblingspudding!
Und die Menschen lächeln! Und wissen
wieder was das Glück ist!

Ein Clown steht in der Manege! Erzählt
von seinem Angelplatz! Erzählt von seinem
Wellensittich! Erzählt von seinem
Gartenzwerg! Erzählt von seinen
Lottosystem! Und die Menschen lächeln!
Und wissen wieder was die Liebe ist!

Ein Clown steht in der Manege! Erzählt
von seinen Wollsocken! Erzählt von
seiner Zahnbürste! Erzählt von seinem
Hustensaft! Erzählt von seinem Diätrezept!
Und die Menschen lächeln! Und wissen
wieder was das Leben ist!

Ein Clown steht in der Manege! Und
erzählt: Von Sonnenbrillen! Von
Luftballons! Von Rollkragenpullovern
Von Plastikhüten! Von Halsketten! Von
Schuhlöffeln! Und die Menschen lächeln!
Und wissen wieder was die Wahrheit ist!

(C)Klaus Lutz

Ps. Am 22.8.2019 um 3:06 Uhr! Und
um 3:36 Uhr die copyrights von beiden
Fassungen gesichert!

Klaus Lutz, Anmerkung zum Gedicht

Der Clown fasziniert mich. Er ist der wahre Künstler. Ich weiß nicht wie sich diese Figur entwickelt hat. Kommt sie vom Hofnarren. In Venedig soll das richtig kultiviert gewesen sein. Kann auch sein das er von so was wie der Basler Fastnacht kommt. Wenn ich mich aber richtig erinnere gab es den Spaßmacher schon in der Antike. Nur in extremen Zeiten. Wie in den Industrieländern. Da erscheint diese Figur einzigartig.. Jemand der einfach nur lächelt. Plump daher kommt. Der Erwachsene mit seiner Schminke. Seiner Verkleidung. Und das Kind wieder leben lässt. Das was in einer Leistungsgesellschaft nicht überleben kann. Wenn es nur noch um das Überleben geht. Da bringt dieses Kind die Menschen zum lächeln. Und auch zum Nachdenken wer sie sind. Was die Opfer sind die dieses Leben abverlangt. Und hat das einen Wert. Gibt es da nicht mehr auf dieser Welt. Die Menschen sitzen also im Publikum. Lächeln! Sind voller Freude. Und sehen so eine Vollkommenheit. In dem Clown der das alles nicht ernst nimmt. Der aber mit seiner ganzen unzulänglichen Art überlebt. Das hat einen Zauber. Menschlich zu sein ist nie Perfektion. Das zeigt dann den Mensch. Die Perfektion zeigt den Roboter. Den Mensch der nur funktioniert. Dem das menschliche, die Liebe, verloren gegangen ist. Der Besserwisser. Der Streber. Der Pedant. Der Clown kommt in die Manege. Scheitert zuerst an kleinen Kunststücken. Probiert dann einige Male. Und dann findet er den Trick heraus. Und mit etwas Glück gelingt es ihm! Und alle Zuschauer freuen sich. Wie er mit seinen Fehlern lebt hat etwas befreiendes. Die Leichtigkeit mit der er lebt. Mit all seinen Schwächen das bleibt dann bei den Menschen hängen. Ich meine jetzt den Zirkusclown. Den dummen August. Bei dem kommt das am besten zum Vorschein. Die Überlegenheit des menschlichen im Leben. Mit all seinen Schwächen. Über blödes Getue und Gehabe von Menschen das sie für Perfektion halten! Ich meine das sind so meine Gedanken zu dieser Figur des Clowns. Kann sein das ich da auch total falsch liege. Diese Figur beeindruckt mich einfach. Das Geheimnis von Ihr. Diese Schönheit die sie zeigt. Ich habe zur Zeit ganz andere Probleme. Ich will zurück in die Urheimat des Menschen. Zurück ins Meer. Und suche einen Arzt der mir Kiemen einpflanzen kann. Um dann durch die Meere zu schwimmen. Dann finde ich auch heraus was ich bin: Ein Hering! Ein Hai! Ein Delphin! Ein Wal! Wenn also jemand einen Arzt kennt! Als speziell einen Spezialist für Kiementransplantation! Dann schreibt mir. Es funktioniert nur so. Alle anderen Möglichkeiten habe ich schon probiert. Mit stundenlangem unter der Dusche stehen. Sogar für zwei Minuten ohne zu atmen. Aber es sind mir keine Kiemen gewachsen. Bei einer Bekannten, für Tage, in der Badewanne getaucht. Und auch da sind keine Kiemen gewachsen. Der einfache Kontakt mit Wasser hilft auch nicht. Wie dreimal am Tag rasieren. Und jede halbe Stunde die Hände waschen. Deswegen ist dieser Spezialist so wichtig! Für meine Zukunft als Wal. Ganz egal welcher Fisch auch immer. Dann hoffe ich die Gedichte sind ansprechend. Und ich bekomme einige Kommentare. (C)Klaus Lutz

Ein Clown
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