Glühend roten Feuern gleich
sich zwischen Nebeltälern
und Waldhügelfeldern weich
die kühle Sonne erhebt.

Den süß säuselnden Samtsilberglocken
der blattgoldbeschlagenen Hoheitsstatue
will ich meinen Schicksalston entlocken,
sodass die inner’n Nachtigallscharen finden zur Ruhe.

Die blasschimmernden Lichtfetzen
im Meer sich aneinander wetzen
und das rote Gras gelb verfärben,
so ganz unbeholfen und doch selbstbestimmt.

Singen will ich diese Schreckensmelodie,
so geräuschlos die Wellenbanditen auch vordringen mögen!

Tanzen will ich den Windbrisenwalzer
und den feurigen Tango der der stürmischen Sanddünen.

Das Korall des schüchternen Horizonts
und das geerdete Braun der Geröllfelsen
spielen ein Zusammenspiel harmonischer Freude
und ich gebe ihnen ein Standing-Ovation.

Vor lauter Jubel des Publikums
und meiner schweigsamen Strandnachbarn
überhöre ich fast meinen Wecker
und ich stehe auf.

© P.Haupt, 2018

Ein Tag am Meer
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