Nach Süden zieht der Schwalben Chor,
Die Sonne sinkt zur Fluth;
Des Waldes grüner Hoffnungsflor
Nun welk am Boden ruht.

Die Blümlein wiegt
Zum Schlummer ein
Der Erde treuer Schooß,
Und auch das gold’ne Käferlein
Schlüpft müd‘ in’s dunkle Moos.

Es sucht jedwede Creatur
Ihr Heim im stillen Feld, —
Und ich allein muß wandern nur
Fort durch die laute Welt.

Und doch, wie winkt ans Himmelshöh’n
Mir meine Heimath traut;
Ein Klang wie Friedenspalmenweh’n
In meine Sehnsucht thaut.

Du arge Welt, so fahre hin,
Fahr‘ hin, so Lust und Leid!
Es stehet heimwärts nur mein Sinn.
Ruf‘, Herr, ich bin bereit!

Anna Esser

Herbst
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