Liebe und Macht

Wo nur Macht die Liebe leitet,
Ist Liebe baldmöglich tot,
Weil die Fürsorge entgleitet,
Das verstärkt die Seelennot.

Liebe braucht das Handauflegen,
Stärke ganz für Zweierdienste,
Wird mit Lächeln Blicke pflegen,
Niemand ist da der Geringste.

Liebe braucht die Augenhöhe,
Schutz, Intrigeunterlassen,
Damit sie sich selbst erhöhe –
Ohne Steuern, ohne Hassen.

Liebe braucht die Zweisamkeit,
Nicht begleitend‘ Kommentare.
Der Rede traut sie dann gescheit,
Weil sie keine Handelsware.

Liebe braucht spontane Lust,
Jedoch auch die Rituale,
Welche heben Seele, Brust,
Ohne dass Besitz sich kralle.

Denn ganz im Verlieben findet
Liebe sich zum Stelldichein,
Ohne dass lauthals sie kündet:
Bei uns ist nur Sonnenschein!

©Hans Hartmut Karg
2019

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Liebe und Macht
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