Es sollte ein einziger unschuldiger Schluck werden.
Aber es wurden so viele und immer mehr.
Ich hörte auf zu zählen und jedes Mal wenn mein Gift meine Lippen berührte war es wie ein Teufelskreis, ich konnte nicht mehr entkommen.

Ich tat es nicht mehr aus Genuss, ich tat es um zu vergessen, um meine Gefühle zu erseufen, um das Fühlen zu beteuben.

Das Gift was mich nun so beherrschte, nahm mich gefangen, in ein Gefängnis aus Glas. Ich sah alles und jeden, doch niemand sah mich und was ich mir antat. Zu fliehen machte keinen Sinn, da der Weg immer zurück führte und jetzt stehe ich wieder auf dem unendlichen Pfad.
Werde ich dieses Mal die richtige Richtung einschlagen, mich aus meinem gläsernen Gefängnis befreien ? Oder werde ich wieder auf dem Rücken landen und sterben, weil ich dumm genug war mich vom Gift verführen zu lassen ?

Franziska Schulze

Mein Gift
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