(von Ralph Ardnassak, 2011)

Mama,

meine biologische Mutter, wie jeder weiß,

gab mir Eiweißstrukturen, Zuwendung und Nahrung.

Viel älter ist allerdings, was du mir gabst,

meine Atome,

geboren einst im Herzen einer Supernova,

der Ort, an dem du für mich gestorben bist.

Mama,

du poesielose Wolke aus Gas oder Materie, deren Sternenstaub ich in mir trage.

Kein Poet war da, der dich je besang.

Mama, meine Mama.

Mama,

liebe Mama, ich trage in mir, wofür du fusioniertest.

Mama, liebe Mama, du hörst mich nicht mehr,

längst bist du schon etwas anderes geworden, im Universum.

Mama.

Meine Mama.

Meiner wahren Mutter
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