Folgendes Gesicht (nein, kein Schreibfehler, das soll kein „d“ sein) ist die Grundlage einer meiner weiteren Geschichten und muss im Vorfeld als einzelnes betrachtet werden.
Es ist notwendig zuerst dies gelesen und interpretiert zu haben, bevor man den zweiten Teil liest, da es bei diesem ansonsten zu schweren Fehldeutungen kommen kann, wenn man nicht weiß, dass der zweite Teil ausschließlich (!) eine Reflektion dieses Gesichts auf das Leben der Menschen ist und der pure Inhalt nicht der Wahrheit entspricht. An dieser Stelle Entschuldigung für den langen Vortext, bitte habt Verständnis, hier das Gesicht:

Zwischen Wänden, himmelhoher Türme gleich,
In meinem tiefsten Innern bin ich eingeengt.
Blutig aufgerissen und trotzdem weich
mein Herz sich hat dem Schmerz geschenkt.

Donnerküsse in all der Zeit
dieser Schmerz mir so oft zubereit‘,
doch so schmerzlichst sehnsuchtsvoll
heg ich nur gegen mich den Groll:

Der Hass, der mir tausend Wespenstiche
in die gleiche kleine Wunde sticht,
sodass er Höllenfeuer gliche,
das meinen einz’gen Schutz zerbricht.

Bettelnd suche ich nach der Person,
die diesen Schmerz erkenne.
Doch nur Selbsthass ist der Lohn,
sodass ich im Innern nun verbrenne.

Ihr versucht die Asche noch zu kühlen,
aber des Feuers Wut hat schon getobt.
Überdenkt nicht mal in eurer Schuld zu wühlen
und trotzdem werd’t ihr heiß gelobt.

Also muss des Feuers Feuer
die Flamme sein, die stärker brennt
als das Feuer selbst.

© P. Haupt, 2018

(Fortsetzung möge folgen)

Schmerz (1)
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