Leider ist mir nicht gegeben, die Geräusche in Worte zu fassen, die es möglich gemacht haben, diesen Text zu schreiben. Vielleicht ist es besser so, nicht nachvollziehen zu können. Wirr wäre jetzt das einzige Wort, dass ich in dem Zusammenhang mit mir gelten lassen würde.
Lebensbejahend kann wohl fast jeder.
Die Sirenen gehen da draussen. Die Stadt fordert ihre Opfer. Die Wärme tut nicht jedem gut.
Ich rauche immer noch gern und komme mir dabei oft schon schlecht vor.
Ich habe keine Vorhänge weil ich nichts zu verbergen habe. Da fühlt sich nicht jeder wohl.
Sex hat eine andere Rolle eingenommen. Ich bin über vierzig und seit ich begriffen habe das ich das Verlieren von Lust auch anders ausdrücken kann, gibt es so manchen in meinem Leben der an diesem Punkt im Gespräch aussteigt. Ich kann es Keinem verdenken, ich dränge mich Keinem auf. Andere Kulturen und Menschen von ganz weit weg, die mit mir zusammen da leben wollen wo ich lebe, mag ich immer noch. Fremdenhass bedeutet Selbsthass.
Ich stelle nichts von dem was ich schreibe zur Diskussion frei. Ich will nichts über euch wissen; ich will nur mit euch in Frieden leben. Ich lasse euch doch auch in Ruhe. Darauf zünde ich mir eine an. Die Liebe ist eine Lüge und ich habe verstanden das auch sie mich nicht ewig Leben lässt.
Ich kann denken was ich möchte.
„Lass alles los, gib alles frei.“
Eben noch dachte ich, das es aus mir heraussprudelt und dieser Text endlos werden könnte. Der Anfang belehrt mich mal wieder und stellt mir seinen Bruder vor. Das Ende.
Viel zu viele befassen sich alle noch mit dem Anfang. Neue Schuhe, neues Auto, neuer Partner, neues Haus. Viel zu wenig denken wir daran, das man sich die Verwandtschaft nicht aussuchen kann und aus lebendiger Erde wird toter Sand.
Viel zu sehr haben wir Angst zu scheitern, weil man uns zu viele Worte gegeben hat.
Scheitern. Enden. Anfangen. Aufstehen. Aufgeben.

Liebe ist wie eine neue Hose, ein neues Hobby, ein neuer Freund, ein neues Leben.
Und es ist nicht schlimm das nichts so bleibt wie es ist und es gut zu wissen, dass sich nichts verändert.

Ich nutze die Zeit und bin mir mehr als im Klaren darüber, dass sie für mich irgendwann endet und immer weiter läuft.

Toter Sand
4 (80%)
2x bewertet

Share This