Dem jung gebliebenen Wesen

 

Es ist Dein jung gebliebenes Wesen,

Das mir die Jahre reicher macht:

In Deinen Augen darf ich lesen,

Dass Sonne folgt der dunklen Nacht.

 

Ich weiß nicht, was ich ohn’ Dich wär’

Und was ich ohne Dich wohl täte,

Wenn manche Tage fallen schwer

Mir aufs Gemüt – auch in Gebete…

 

Da seh’ ich dann zu Dir gern hin,

Wie Du geschickt damit beschäftigt,

Was lebenssichernd mit viel Sinn

Der Tagesfreude sich bemächtigt.

 

Dann steht auch meine Seele auf,

Sieht Dich als ihren Rettungsreifen,

Zu dem sich beugt mein Lebenslauf

Und meine Augen können greifen.

 

Angstfrei gelebt und ohne Scheu

Vertreibst Du mir die Tagesgrillen.

So wächst mein Sehnen immer neu,

Denn Du hast einen starken Willen.

 

 

©Hans Hartmut Karg

2021

 

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Dem jung gebliebenen Wesen
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