Der Du mich nicht willst

von | 10.Sep.2020 | Poesie | 0 Kommentare

 

 

Der Du mich nicht willst

 

Der Du mich nicht willst,

Nur dem eigenen Stande verpflichtet,

Womit den Ehrgeiz Du stillst?

Kein Herz bleibt da auf Liebe gerichtet.

 

So gewiss, wie der Biss

Der Giftschlange uns übermannt

Gibt dies meiner Seele den Riss,

Wo Zärtlichkeit keinen Bestand.

 

Vergiss nicht, wer Liebe Dir gab,

Als Du mit dem Weingesicht kamst,

Ich Dein einziges Gut und Hab,

Flehend Du meine Hände nahmst.

 

Mehr Bescheidenheit im Auftreten

Käme unsrer Beziehung entgegen,

Denn nicht nur, wenn wir in Nöten

Kann das echte Freude anregen.

 

Ich bin Dir wirklich nicht böse,

Wenn Du Dich beengt gefühlt,

So dass sich das Band nun löse,

Weil so Dein Verlangen erfüllt.

 

Aber arbeite fest an Dir,

Überwältigt ist nichts zu haben.

Was nur an Machtwunsch in Dir

Kann keine Beziehung je laben.

 

 

©Hans Hartmut Karg

2020

 

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