Kannst Du mir verzeihen?

 

All die Jahre hab’ ich übersehen,

Was Du für uns alles geleistet voll Rast.

Ja, wenn wir miteinander zärtlch umgehen,

Bleibt unser Leben reich und ohne Hast…

 

Ich hoffe, dass Dein Herz mir verzeihe,

Wenn ich mich jetzt nicht mehr bei Dir melde,

Nicht mehr wie bisher um die Liebe freie,

Als ob mir Erinnerung gar nichts gelte.

 

Kannst Du mich denn ein wenig verstehen,

Weil ich ohne Dauernähe atmen muss,

Du mich dennoch als Dein Ideal ansehen,

Selbst wenn wir getrennt und ohne Kuss?

 

Wenn ich wieder einmal nach Dir weine,

Frag’ mich nicht, aber tröste mich doch,

Denn Du kennst mich und Du weißt alleine,

Was in der Liebe für mich nur als Joch.

 

Liebe darf dann nicht ewig hadern,

Wenn sie nicht mehr nah, sondern weit entfernt,

Dass sie, selbst wo mit den vielen Beratern

Sie endet, weil sie nicht mehr wirklich besternt.

 

Der Tag muss von sich aus zur Sonne finden,

Selbst wenn der Morgen lang trüb und taub.

Dann blühen im Fortgang unser beider Linden,

Die bald tragen wieder Blüten und Laub.

 

 

©Hans Hartmut Karg

2020

 

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