Urlaubsflair

von | 27.Jan.2021 | Poesie | 0 Kommentare

Urlaubsflair

 

Wie freuten wir uns auf den Ort,

Wenn hier bei uns schon alle fort,

In Urlaub sind in hellen Scharen

Mit ihren Autos weggefahren.

 

Da trieb es uns dann auch hinaus

Aus unserem kleinen, kühlen Haus:

Man musste doch Erholung finden

Im Süden, ganz weit fern der Linden.

 

So fuhren wir denn in den Urlaub,

Rochen dabei Teer, Straßenstaub,

Aßen damals Fische nicht roh,

Fuhren bepackt und hoffnungsfroh.

 

Irgendwann wird man ankommen,

Denn man hat sich vorgenommen,

Sommers wieder hin zu fahren,

Wo man urlaubte seit Jahren.

 

Die Massen zogen alle mit,

Lenkten nach Süden ihren Schritt,

Wo Sonne lag im Wunderland,

Das warme Meer und sehr viel Sand.

 

Zur Küche stand die Türe offen,

Der Duft ließ uns das Beste hoffen,

Dass hier kein Segen enden musste,

Wo Mama um die Pasta wusste.

 

Tomaten, Knoblauch, Artischocken

Gab es, man durfte sich hinhocken

An Tische, wo Genuss man fand

Mit Frischem hier im Urlaubsland.

 

Da lebte noch Nachhaltigkeit:

Die Freunde waren stets bereit

Im Garten Nahrung anzubauen,

Noch nicht in Billigmärkte schauen.

 

Man aß, was der Garten hergab,

Trank das, wo Rebstöcke noch Hab

Und teilte mit der Urlaubsschar

Ländliches Essen – gut und gar.

 

 

©Hans Hartmut Karg

2021

 

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