Albtraum

von | 18.Jan..2026 | Poesie | 0 Kommentare

Ich wollte nur ein letztes mal nach ihr sehen
ich konnte diesem stechenden Verlangen nicht widerstehen
also schlich ich mich wie ein Dieb durch die Nacht
wie ein kleiner Quälgeist der nichts als Unheil bracht
ich kenne diesen Weg mehr als nur auswendig
immerhin diente er mir in gewissen Zeiten ständig
verstohlen habe ich in meiner Tasche den Schlüssel gepackt
und wie ertappt ist mein Herz tief in den Boden gesackt
weil er genau dort war wo er sich immer befand
bereit zu fliehen in meiner Hand
doch in dieser ganz bestimmten Nacht
hat er mich zum Ursprung meiner Flucht zurück gebracht
das atmen fällt mir nicht mehr leicht
weil mein Mut für das was ich plane nahezu nicht ausreicht
doch ich schaffe es mich auf die Tür zuzubewegen
kalte Angst peitscht in mein Gesicht wie strömender Winter Regen
ich schaffe es den Schlüssel im Schloss zu drehen
und bin drauf und dran die Tür um Einlass anzuflehen
weil sie wie immer beim Versuch sie aufzudrücken klemmt
es ist mein Schuldbewusstes Zweifeln was mich vor mehr Kraft hemmt
beherzt verschaffe ich mir trotzdem Eintritt
und wage den ersten wackeligen Schritt
was ich sehe ist mir nur allzu bekannt
es hat sich nichts verändert und trotzdem hat mich dieser Anblick übermannt
zittrig atmend schaffe ich es wieder nicht mich zu regen
als würde komplette Bewegungslosigkeit meine Angst weg fegen
doch sie gedeiht in mir in voller Pracht
als ich plötzlich an dieses kleine Detail gedacht
das es niemandem erlaubt unbemerkt hier herum zu gehen
alle meine Gedanken konzentrieren sich darauf einen unbekannten Gott um die Unwahrheit dieses Faktes anzuflehen
doch ehe diese fragwürdige Gestalt antworten kann
sehe ich in erhöhter Ferne die Silhouette von einem Mann
mein Blick schweift rastlos umher
weil ich an diesem Ort alle Verstecke kenne, wie jedes Sandkorn kennt das Meer
ich konnte nichts besser als hier draußen zu verschwinden
weil ich der Notwendigkeit verpflichtet war, dass gewisse Menschen mich niemals finden
ich war ein wahrhafter Meister unterzugehen in endlosen Massen
in der Hoffnung das kein Mensch könne meine Züge erfassen
doch es gibt einen vor dem ich nie verborgen blieb
er ist der Grund warum ich mich fühle auf diesem, meinem Heimatland, wie ein Dieb
doch all die vergangene Zeit hat mir auch nicht mehr Weisheit geschenkt
denn nun sehe ich ihn am Eingang zu diesem Ort stehen und ich schwöre das ich genau weiß was er denkt
also schließe ich so schnell ich kann die Tür
und sprinte los, genauso atemlos wie früher
doch wenn es eines gibt was die Zeit niemals ändern kann
dann ist es die Brsitzergreifende Präsens von diesem Mann
der durch seine schiere Anwesenheit
dafür sorgt das jeder Teil von mir schmerzerfüllt schreit
denn jeder von ihnen kennt sein zweites Gesicht
und weiß wie es ist, wenn sein sorgfältig konstruiertes Scheinbild für die Außenwelt bricht
ehe ich wieder Luft bekomme um schneller zu rennen
lerne ich die mir altbekannte Berührung erneut kennen
ich wache panisch auf
oh Gott ich danke dir, dass ich in dieser Version in meine echte Realität lauf
ich sehe mich regungslos um, um mich seiner Abwesenheit zu versichern
doch als ich zur Tür blicke vernehme ich ein mir zu bekanntes kichern
nein ich muss mich revidieren, es ähnelt nicht im Ansatzweise echtem lachen
sowas würde nur jemand denken, der keine Ahnung hat von hoffnungslosen Sachen
es sind die gequälten Laute eine hilflosen Kreatur
es sind Töne von denen man nur als ein an Liebe und Sicherheit verhungerndes Wesen erfuhr
sie symbolisieren die pure Verzweiflung
es ist das Wiegelied das der Tod dem Leben sung
der Beweis das es möglich ist
das ein lebender Körper seine ruhe misst
weil lebendig zu sein kein Grundsatz für das Leben darstellt
weil es für einige nur ein grausam brennendes Höllenfeuer ist, das ihren Tag erhellt
diese Laute sind der traurige Beweis für ein Zeugnis
das es das Leben ist, dass sich diese arme Seele immer wieder aus den Geborgenheit bietenden Händen des Todes riss
und die arme Seele dessen bitte um Erlösung ich vernahm
war keine geringere als die die aus meiner Mitte kam
doch sobald mein Licht das Zimmer erhellt
sind diese Laute an der Realität zerschellt
es war alles nur ein furchtbarer Traum
und diese Version meiner selbst kenne ich eh kaum
weil sie doch nur ein Fantasie Gebilde ist
das gerne meine optimistischen Gedanken frisst

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