von Poeten für Poeten

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Lektion unter Sternen

In fernen Schultagen beganns, mit Alphabeth und Rechnerei, man lernte, wie ein Stern erglänzt und das die Welt sich dreht dabei. Wie konnte das nur möglich sein, es schien mir unbegreiflich, ich kam zu keinem Schluß allein, befragt` mein Kissen reiflich. Doch in der einen Nacht der Nächte, erfuhr ich, was ich wissen muss, von fernen Sternen gut bewacht, empfing ich meinen ersten Kuss. Der...

Das Leuchten der Stillen

Du stehst im Wind wie ein alter Stamm, nicht um zu beugen, was um dich bricht. Dein Herzschlag folgt keinem fremden Bann, du suchst im Lärm nur das eigene Licht. Wie Tau auf dem Gras wirkt leise die Kraft, sie glänzt im Verborgenen, still und rein. Kein Schwert ist es, das dir Sicherheit schafft, nur der Mut, in der Härte ganz weich zu sein. Man deutet die Milde als Schwäche und Not, wie Türen,...

Der letzte Flug

Vieles wurde dir entrissen, wie Seiten, die im Winde wehen, doch du willst nichts mehr vermissen – und bleibst am letzten Fenster stehen. Ein Traum aus Rauch hebt dich empor, verspricht dir Frieden, fern der Pflicht, ein Paradies in weichem Flor – doch wahre Tiefe trägt er nicht. Du schwebst davon in dunkler Spur, Gedanken lösen jeden Schritt, die Erde bleibt als ferne Uhr – sie tickt, doch du...

Was mit Laura

Was mit Laura Was mit Laura noch unerfüllt, Das muss mit … so ja nicht bleiben, Denn wo zwei Liebende sehnsuchtsgewillt, Dürfen sie sich der Begegnung verschreiben. Aber sie müssen wissen, was sie wollen Und vorab spüren, was ihnen guttun könnte. Dann gibt es kein zwanghaftes Sollen, Weil man sich mit dem Begehren aussöhnte. So bleibt gemeinsam das gegenseitige Locken, Doch unerfüllt muss jetzt...

Unerfüllt

Unerfüllt Unerfüllt mag in den früheren Zeiten Eine Liebe mit einziger Muse den Dichter In Sehnsuchtshöhen zurückgelassen haben. So konnte, so durfte er seine Verse bereiten, Wurde wohlgesetzt zu einem Wortgewichter, Musste doch leidend in Seelentiefen graben. Das Unerfüllte braucht heute nicht mehr zu sein, Lenden darf man in fairen Begegnungen fassen Und das Wertvollste freier als früher...

Liebe geht durch den Magen

Manchmal habe ich vorlaut dein Essen kritisiert. Ein flüchtiges „Da fehlt Salz“ oder ein gedankenloses „Bei anderen schmeckt es besser“. Ich habe gelacht, als wären Worte federleicht, während du mich leicht lachend und spielerisch genervt ansahst. In stiller Nacht denke ich daran: An die Hände, die nach einem langen Tag zwischen Müdigkeit und Sorgen noch für mich gekocht haben. Hände, die nicht...

Sternennacht

Spätabends zieht es mich hinaus, trotz Kälte geh ich aus dem Haus, hoch über mir der dunkelblaue Bogen, mit tausend Sternen überzogen. Der Mond verlässt nun sein Versteck, mit seinem Glanz er manchen Stern erweckt, ein Zauberlicht - welche stille Pracht, und doch ist es schon tiefe Nacht.

Unter sich

Man sprach von Netzwerken und hob die Gläser auf sich. Man war unter sich. Das galt als Qualität. Teppiche schluckten Schritte. Wände hielten. Man nannte es Diskretion. Etwas Dunkles saß mit am Tisch — nicht fremd. Es war vorgesehen.

Die vollkommene Welt

Die vollkommene Welt Eine Welt nur mit Mann oder mit Frau, Das wäre langweilige Daseinsexistenz, Mit der ein Schicksal ganz voll Grau, Es kein Ringen gäbe um Resilienz. Die vollkommene Welt braucht sie BEIDE, Nicht den unterstellten Geschlechterkampf, Worunter die Liebesbereitschaft nur leide, Denn Streit bleibt überflüssiger Krampf. ©Hans Hartmut Karg 2026 *

Mancher schwache Mensch

Mancher schwache Mensch Mancher schwache Mensch meint, Seine Hassurteile wären irgendwie wichtig, Dabei hasst er meist erfolgreiche Könner. Wem selbst kein Götterglanz zuscheint, Der tickt halt bisweilen nicht richtig, Ist gegen Frauen und Männer. Wer wirklich auf Zeithöhe sein will, Der wird erst verstehen wollen, Was ein Mitmensch zu sagen hat. Lebenslang begleitet ihn das Ziel, Sich selbst...

Undefinierbar, unauffindbar

Ob beim Schreiben, beim Malen, beim Musizieren, beim Spazieren gehen... Dann, wenn ich ganz "leer" bin, meine Gedanken still stehen, wenn ich irgendwo in einem "freien Raum" bin, undefinierbar und unauffindbar, wenn man ihn sucht... Dann kommt von irgendwoher - irgendetwas "ober-geniales". Eine Idee, ein Text, eine Melodie, ein Impuls, was auch immer... Immer wunderschön... © A. Namer

Macht der Medien

Schlagzeilen schreien schwarz auf weiß, die Wahrheit friert im Dateneis. Ein Klick – und schon zerbricht die Welt im Schein, der uns gefangen hält. Im Netz vermehrt sich Wort um Wort, Gerücht wird Richter, Wut zum Hort. Ein Bild, geschickt und fein verdreht, verweht die Wirklichkeit, die steht. Gesichter lächeln glatt und kühl, verkaufen Angst als Bauchgefühl. Die Menge nickt im Gleichklang mit,...

Lauras Schönheit

Lauras Schönheit (Erinnerung an Francesco Petrarca) Mit ihrem schmalen Mädchengesicht, Umrahmt von feinen, langen Haaren Überstrahlte sie jedes Morgenlicht Mit leuchtender Haut in jungen Jahren. Das lud voll auf des Dichters Blick Und hielt den Anblick nicht mehr zurück. Leicht offenstehend fand er die Lippen, Neugierig zur Welt gewendet die Augen. Vom Glase verstand sie zart zu nippen, Am Halme...

Drei Hoffnungssätze

Drei Hoffnungssätze (nach Immanuel Kant) Hoffnungssatz 1: Was kann ich wissen? Ich weiß, dass alles, was ich tue, Folgen für mich und die Welt hat. Also muss ich mein Handeln hinterfragen. Hoffnungssatz 2: Was darf ich hoffen? Mit all meinem Denken und Handeln Kann unsere Welt besser oder schlechter werden. Also folge ich einer Verbesserung der Welt. Hoffnungssatz 3: Was soll ich tun? Mich...

Wintergipfelglück

Der Tag erwacht, wie schön Neuschnee rot glühende Gipfelspitzen die Sonne kriecht langsam über den Kamm du liegts schläfrig neben mir die Sonnenstrahlen treffen auf dein wohliges Lächeln ein Wachwerden voller Zärtlichkeit und wir wollen auf den Gipfel hinaus in die klare Winterluft prickelnde Kälte im Gesicht rotglühende Wangen, strahlende Augen unsere Spuren im Schnee, festgehaltene...

Schneeschuhe

Welch ein Tag, mit Vorfreude erwacht Kleidung und Schuhe gewählt mit bedacht Sonnencreme und Sonnenbrille heute ein Muss nur noch eine kurze Fahrt mit dem Bus die Sonne leuchtet, weiß glitzert der Schnee Schneeschuhe angeschnallt, welch eine Idee die ersten Stapfen langsam und vorsichtig links und rechts, links und rechts, so ist's richtig hinauf in die Glitzerwelt, welch lautlose Show Körper...

Der Strom der Jahre

Ein Strom von Jahren trug mich fort, ich nannte Fleiß und Pflicht mein Licht. Von Seminar zu neuem Ort – doch wirklich sah man mich wohl nicht. Mit Fleiß bestand ich jede Prüfung, die Zeugnisse – fast wie eine Sucht. Doch fand ich keine echte Berufung, Anerkennung nie – nur Flucht. Die Zeugnisse lagen Blatt für Blatt, mit Siegel, Stempel, wohl bedacht. Was ich errang und Wert doch hat, ward...

Musen wollen

Musen wollen Schutzgöttinnen, die anregen, Als Töchter des Zeus inspirieren, Vielfalt, Erinnerung mittragen, Sich zu Dichtern, Künstlern legen, In ungeahnte Höhen führen, Damit die zum Olymp sich wagen. Aura und Schönheit regen an, Bewahren unsere Kunst, das Wissen, Helfen dem Kult auf in der Welt Und sichern manchem armen Mann, Dass der sein Fähnelein kann hissen, Weil durch sie er gut...

Das Herz gebiert

Das Herz gebiert Das Herz gebiert den Freudentag, Selbst wo die Welt in Grau geflutet, Man sich gar nicht erheben mag, Weil man sich halt nicht gerne sputet. So bleibt die Zeit der Zweisamkeit, Mit der sich Glück ins Leben wagt, Zur Liebe zwei Menschen bereit – Probleme werden jetzt vertagt… In Armen Zärtlichkeit erfahren, Mit der ein Morgen höher steigt, Sich streicheln, halten an den Haaren,...

Sehnen

Ich ziehe rastlos durch die Welt, ohne Ziel und ohne Geld, mein Leben ist so öd und leer, ich finde keine Liebe mehr. Die Wege führ`n durch Feld und Wald, ich bin so traurig, mir ist kalt, durch den Tann erspäht mein Blick das Wild, ein Augenblick, der leise stillt. Ach, ihr hohen alten Bäume, die ihr steht auf weiter Flur, könntet ihr nur ahnen, meine stille Sehnsucht – meine Spur. Und die...

Propagandafrei

Schlagt die Hunde tot, die euch in diesen Krieg gehetzt. Und die Völker sind glücklich und frei und auch hier ist Propaganda dabei Hebt getrost euren rechten Arm Schlagt eure Versen zusammen. Ruft laut den Gruß verheißen hier im Land. Und auch hier ist Propaganda dabei Arbeitet mehr, arbeite für dein Land! Ausländer kehrt heim! links, rechts, links, rechts, Militär fürs Vaterland. Und auch hier...

Die Himmelsmacht

Die Himmelsmacht Man glaubt daran selbst nicht, Bis das Glück dann zuschlägt – Aus heiterem Himmel gefallen. Da ist dieses schöne Gesicht Mit jenem Zauber, der trägt: Er lässt Glocken erschallen… Liebe bleibt die Himmelsmacht, An die jener gut glauben kann, Der sie erlebt, nicht erlitten. Sie befreit von finsterer Nacht, Von Ängsten, Nöten, vom Wahn, Als wäre alle Welt zerstritten. Die...

“Ich mag Dich sehr!”

„Ich mag Dich sehr!“ Gar oft spüren Liebende, Dass sie sich sehr mögen, Ohne einander nicht sein können, Denn sie sind wie Getriebene, Welche sich zur Aura legen, Wo sie aneinander sich gewöhnen. Eigentlich brauchen sie keine Botschaft, Mit der ihnen letzte Gewissheit zufliegt, Dass ihr Liebe weiterhin darf reifen. „Ich mag Dich sehr!“ – Das schafft Gefühle, in denen Stärke liegt, Lässt sie nach...

Tierfarben

Weiß Kranich Schwarz Orca Blau Tölpel Braun Rothirsch Grün Laubfrosch Rot Buntspecht Beige Viper Orange Tiger Rosa Mantis Lila Kolibri Grünbraun Agame Rotbraun Rostkatze Gelb Salamander Grau Nebelparder

Erziehungsnot heute

Erziehungsnot heute Je mehr wir Ereignisse nur noch aufschreiben, Desto weniger kommen wir zum Erziehen, Weil Vorschriften dann Wildwuchs treiben, Mit denen wir uns nicht um Jugend bemühen. Junge Menschen brauchen Bezug und Grenzen, Anregung, Begleitung mit präsentem Willen, Damit sie später als Erwachsene glänzen Und den Hunger nach Neugierde selber stillen. Doch wo Lehrkräfte nur noch...

Im Alter fällt

Im Alter fällt Im Alter fällt mancher ohne Glück Auf seine Erinnerungen zurück. Er weiß gar nicht, ob er geniert, Wenn er sich nur dorthin verführt. Ist’s nicht der Lebewesen Ziel, Nach vorne schauen, mit Gefühl Sich auf das Neue einzulassen, Den Stier bei den Hörnern fassen? Ein Alter kennt seine Erbmassen, Die ihn nicht gern in Ruhe lassen, Doch wenn er schauend weiter sitzt, Bleibt auch sein...

Herzraub

Der Kindheit Trug ist längst verraucht, In graue Klüfte abgrundtief getaucht. Doch ob der Lenz auch flieht in Hast, Mein Herz trägt all die Flammenlast! Die Nächte eisig, starr und blind, Wie heult um mich der kalte Winde. Mein Sehnen schreit nach deiner Gunst, Verzehrt im Wirbel purpurroter Lust. Und schlägt das Schicksal auf mich ein, Soll dein lieber Blick mein Anker sein. Ein Funke nur, der...

Mein Ziel

Jugendbilder, verflogen wie die Zeit, Mein Wunsch brennt immer noch ganz leicht. Dort drinnen, wo einst Feuer tobte nicht, Vielleicht erstrahlt bald neues Hoffnungslicht. Wenn dein Lächeln mir Gefühl erweckt, Mein Herz in Flammen neu den Weg entdeckt. Und Liebe wacht in Gottes Auge mild, Dann kann ich’s kaum erwarten, herzerfüllt. Oh weh, die Nächte kalt und schwer, Mein Sehnen brennt und drängt...

Das Wesen der Fische

In tiefen Gewässern, wo Licht sich bricht, bewahren zwei Seelen ihr eigenes Gesicht. Sie schwimmen im Kreis, mal hierhin, mal dort, und finden im Träumerischen ihren Ort. Einfühlsam erspüren sie fremdes Leid, empfänglich für Schwingungen fern jeder Zeit. Doch was sie so gütig und mitfühlend macht, hat sie oft um klare Entschlüsse gebracht. Unentschlossen gleiten sie durch die Flut, weil in...

Efeulaube

Traurig sieht sie heute aus, meine Laube dort am Teich, hart getroffen vom Sturmgebraus, der war weder mild noch weich. Noch gestern warst du frisch und grün, heut sind die Blätter welk gefallen, der Nachtfrost ließ dich bitter spür`n, dein Saft kam nicht mehr recht ins Wallen. Dein Blätterschmuck war nur geliehen, wie auch die stillen Träumereien, sie durften einen Sommer blühen, bis Winter...

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