Der Liebesentzug

Der Ausstieg mir die Welt zerbrichtzwei Gestalten entfernen sich Ein kalter Mantel sich um mich legteDie warme Liebe von mir fegte In der Einsamkeit entlang des bekannten Weges Die Kälte die Tränen fängt In der Nähe des Hauses man Trauerhaft zusammenfällt

Die Feder des Lebens

Ein Vöglein dort oben über der Wirklichkeit schwebtmit seinem gold glänzenden Gefieder sich fortbewegtjede einzelne Feder, die Schönheit im Leben erregtDas Leben, durch die, die Abgabe der Feder beginntDas Fallen,in seinem Zustand bald die Bewegung hemmtDas Leben ist...

Ist Gott kindisch ?

 Galaxien,die sich in ihrer Schönheit selbst Feinde machensich selbst ins Chaos stürzen,ohne ein tiefes inneres Herz zu habenMit ihnen geht ein Teil der Natur,doch sie erblühen in den funkelnden Augen,die am Nachthimmel ihr Zeichen setzen ,,Die Natur ist kostbar"...

An geländegängigen Sommertagen

  An geländegängigen Sommertagen Wundertage sind es,die uns immer noch leben lassen,uferlos im Sandstochern,als wäre die Zeit uns gelassen. Sie hat es uns noch angetan,wie sollte sie auch anders,denn nur auf Wanderschaftfliehen wir ihrer Übermacht. An geländegängigen...

Läge nur Fliehendes

  Läge nur Fliehendes Läge nur Fliehendesin der Natur des Menschen,wie könnte er dannseine Überlebenswünschenoch einlösen? Denn der Fluchtplanentsteht doch bei jenen,die nicht mehr in der Lage sind,eigens gestaltetes Soseinins Dasein zu retten. Oder aber:Sie...

Befreit uns, Winde

  Befreit uns, Winde Befreit uns, Windevon enger, stickiger Luftund gebt uns freifür ein lebensfrohes Atmen! Seid dem Hermes gleich,wenn sehnende Blickezur Nymphe gehen,unsere Träume belecken. Des Geistes Flautemöge kein Vorbild uns seinin Zeiten der Not,wir kennen...

Die Ahnen leben

  Die Ahnen leben Die Gräber der Ahnen – längst aufgelassen,Die der Großeltern, der Väter und Mütter.Ich kann solches bis heute nicht fassen,Dass die Zeit ein Lebensverschütter. Es ruhen schon Fremde auf ihren Gebeinen,Die mir einst ihr eigenes Blut anvertraut.Als...

Der unsichtbare Konkurrent

Der unsichtbare Konkurrent Man sieht mich nicht, bin sehr gefährlichIch heiße Corona und komme nun jährlichob klein oder groß, jung oder alteuch alle werd‘ ich kriegen bald. Wegen mir dürft ihr kaum rausArbeit macht ihr nun zu Haus.Treffen dürft ihr euch nicht...

Das Unbehagen bleibt uns

  Das Unbehagen bleibt uns„Das Unbehagen in der Kultur“ wird 90! Nur selten gab es eine solche Schrift,Die ehrlicher, wirkmächtiger, vielschichtiger geschrieben,Von Sigmund Freuds AnalystenstiftVerfasst, die Menschheit auf dem Teppichflor geblieben. Wie alle...

Soll denn

  Soll denn Soll denn die Pandemiezum Erdbeweger werden,als wären wir nur Opfer,blind dem Täter ausgesetztund nicht mehr Herr der Sinne,die wir beherrschen wollten? Wo bleibt denn jenes Genie,das uns befreit von Beschwerden,wir ablegen die Rolle, die der Opfer,nicht...

Was wäre denn gewonnen?

  Was wäre denn gewonnen? Aus der Geschichte wissen wir,Was bald geschieht, wenn Fürsten man erschlägt,Die Reichen bringt um Glanz, Geld und Panier,Weil Neid den Reichtum nicht erträgt. Schwinden nicht dann die Synergieeffekte,Welche Armut und Reichtum haben...

Ein’ jede Neugier

  Ein' jede Neugier Ein' jede Neugier holt sich ihren Traum,Die besten Stücke für die Eigenwerbung,Erspielt mitunter dadurch sich den freien Raum,Der mehr scheint, als banale Selbstverderbung. Die Neugier nimmt das stete Fragen aufUnd stellt sich damit nicht in eine...

Wie der Junikäfer entstand

  Wie der Junikäfer entstand Da wuchsen viele Punkte zu,Als ER Marienkäfer schuf.Doch damit hatt' ER keine Ruh':ER hatte ja den Schöpferruf! Manchmal ging ER zu einem Schäfer,Der auch gern Tierchen haben wollte.Da schuf ER ihm den Maienkäfer,Der ihm Freude bereiten...

Gib mir

  Gib mir Gib mir, bitte, ein wenig Zeit,Nicht kommen kann ich jetzt zu Dir,Bin fern, zur Nähe nicht bereit,Doch bleibe und vertraue mir. Gib mir nur künftig Deine Hand,Den Blick liebender, freier NäheUnd bleibe mir dann zugewandt,Wenn ich mit Dir nach Sternen...

Unten am kleinen Fluss

   Unten am kleinen Fluss Unten am kleinen Flussfischt früh ein Kranich,der mich nicht sieht,weil augengefangener im Wasser geht. Mit viel Genusssättigt er sich,ist sehr bemühtbeim Fischefangen,wo immer er noch steht. Er hebt leicht zum Grußden Kopf, sieht mich,nimmt...

Das Amselpaar

  Das Amselpaar Und jeden Abend, wenn ich zum Gießen gehe,Begleiten mich Amselvater und –mutter,Suchen nach Würmchen und meiner Nähe,Denn dann gibt es immer reichlich Futter. Seit Jahren sind wir miteinander bekannt,Sie wissen, dass ich sie nicht störe:Am Abend der...

Der aufgeblasene Lampion

Satire:  Der aufgeblasene Lampion Der aufgeblasene LampionSucht immer nur nach Seinesgleichen,Denn er braucht seinen Höllenlohn –Und dafür geht er über Leichen. Ja, er verbreitet schummrig' Licht,Wühlt ständig im Beziehungssumpf,Merkt nicht, dass er ein kleiner...

Seitdem

  Seitdem Seitdem in der Garageein Elektroauto steht,stinkt es dort nicht mehr. Seitdem, global bedingt,weniger gefahren wird,ist es nicht mehr so laut. Seitdem wir inhäusiger leben,im Homeoffice arbeiten,werden wir ruhiger. Seitdem wir online bestellen,haben wir viel...

Die Maske

Wir allemüssen in diesen TagenMasken tragen.All dasführt uns möglicherweise vor Augen,wann und wo wir vorherunsichtbare Masken trugen.© A. Namer

Unter Beobachtung

Was auch immer wir tun, es gibt immer einen Beobachter:Uns selbst.Die Frage ist nun:Aus welchem Blickwinkel sehen wir uns??undWie wohlgesonnen sind wir uns dabei??© A. Namer

Das mag es immer geben

  Das mag es immer geben In den Stunden großer NäheBleibt das Ferne auch präsent,Wo man nur das Leben säeUnd den Morgen köstlich nennt. Wissen wir um jenen Schatz,Der nun unsere Tage füllt,Mit Teilhabe und Besatz,Wenn die Freude erst anschwillt? Immer wird es das auch...

Versprich mir

  Versprich mir Versprich mir, wenn ich von Dir gehe,Dass Du noch an mich denkst, nicht trauerst,Ein wenig in die Fotoalben siehst,Erinnerlich der Freuden, die wir hatten. Versprich mir, dass dem Leben zugewandtDu wie bisher die eigenen Wege gehst,Gern dorthin läufst...

Versinken in der Zeitlosigkeit

  Versinken in der Zeitlosigkeit Noch versucht das Alter sichEin wenig von Freuden zu erhalten,Mitreisend im Alltag zu sein.Und doch muss man erkennen:Manches wird schmerzlicher, schwerer Aus der Zeit gefallen erscheinen –Niemand will sich gerne entlarven! –Die...

Geometrie und Natur

  Geometrie und Natur Das Eckige, am Boden, flach,Wartet schon auf die Regenrunde.Ein Amselmännchen fliegt vom DachGibt aufgewacht schon frühe Kunde,Was es alles ausrichten soll,Gesangsbegleitet vom Pirol. Ecksteine, nackt und an den GrenzenWeisen den Menschen feste...

Gelesen werden

  Gelesen werden Bleiben Sie,lebe Leserin,mir gewogen,wie meinemännlichenLesefanses auch sind. Ich weiß ja,dass manches Lobanecken kannbei all denen,die selber dichten,reimen, suchen –und finden. Manches Schwertwird da gezückt,wo Tadel nicht nötig wäre,weil wir alle...

Gedichte

  Gedichte Gedichte sind Seelenpflaster,wenn das Leben Wunden reißt. Gedichte wertschätzen jene,die ihnen Zutritt lassen. Gedichte sind Seelenfenster,die Worten Einlass bieten. Gedichte können mahnen,wo sie vorausschauend sind. Gedichte beschreiben Momenteund halten...

Ewigkeit und Illusion

  Ewigkeit und Illusion Als Dreißigjähriger sah ich den alten MannUnd dachte bei mir: Der kann chillen!Darob bekam ich den neidvollen Wahn:Der ist wohl reich, darf seine Träume stillen! In mittlerem Alter begann es dann:Ja, es beschleunigte sich Zeit,Weil viele Arbeit...

Dem Großvater sei Dank

  Dem Großvater sei Dank Der eine Opa hat uns seinen Namen gegeben,Er ist uns zeitlebens ein Fremder geblieben,Denn wir konnten ihn nur zwei- oder dreimal erleben,Bis er durch ein Unglück viel zu früh verschieden. Der zweite Großvater wurde sehr alt,Konnte mir immer...

Zu frohen Zeiten

  Zu frohen Zeiten Zu frohen Zeiten schloss ichNoch mit Schlüsseln die Autos auf,Erfreut, ich liebte ja Dich,Nahm Dich im Eigenen auf. Es tanzten die Sterne um den Geist:Ach, wie wuchs damals das Glück,Das mit dem Auto wild verreist –Wir wollten doch nie mehr...

Genäschigkeit

  Genäschigkeit Da hat man sie schön eingeladen,Die Exaltierten, die man kannte,Obwohl so mancher einen Schaden,Mitunter auch der Anverwandte. Die Speisenauswahl wird echt schwer,Man will nicht Käse und nicht Schwein,Kein Wild, nicht Fisch, nicht Lamm soll her,Nur...

Das Poetenpodium

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