Sozialarchitektur in Worten

„Solidarität trägt den Bau des Sozialstaats, Subsidiarität richtet seine tragenden Pfeiler auf – doch erst Verantwortung verleiht ihm Stabilität.“

DER LIEBE AUF DER SPUR

DER LIEBE AUF DER SPUR Von Anbeginn an rätseln Menschen, was Liebe wohl sei, was sie vermag, wie sie sich äußert Sie machten und machen sich allerlei kluge und oft auch dumme Gedanken Dabei hat Gott selbst ihnen vor fast zweitausend Jahren die wohl weiseste Antwort geben Sie müssen nur das Hohelied der Liebe* in der Bibel lesen Auch für Areligiöse lohnt es sich, diesen kleinen, aber...

EWIGES RÄTSEL

EWIGES RÄTSEL Ebenso unerklärlich wie unentbehrlich - die Liebe Was man auch über sie schreibt, sie wohl stets ein Rätsel bleibt Stephan Wannovius, 26/06/25

“Liebe mich!”

„Liebe mich!“ „Liebe mich!“ sagt mir Dein Lächeln, Denn Dein Bildnis kann mich versetzen In Erregung, darf Liebesmut zufächeln Mir – will mich aber nicht hetzen. „Liebe mich!“ steht über Allem, Da wird Lebensfreude entstehen. Das soll uns BEIDEN vor allem Zeigen, dass wir ins Glücken gehen. Wir bleiben als Wesen sterblich, Können mit Glück im Dasein Das verehren, was uns erblich Zum Lachen...

Lavendelblüten schon im Mai

Lavendelblüten schon im Mai! Noch zu keinem Jahr sind im Mai Lavendelblüten aufgegangen, Weil doch der Juni Lilamonat sei Und Blüten da zur Sonne gelangen. Dem Klimawandel ist geschuldet, Dass Lavendel bei uns früher blüht: Die Heißzeit hat es nicht geduldet, Dass sich ein Blühen später müht. Erstaunt nehmen wir zur Kenntnis: Nichts ist mehr, wie es einmal war. Auch die Natur kennt jenen...

DICHTEN: GOLDENES HANDWERK

DICHTEN: GOLDENES HANDWERK Eine lyrische Satire ---------------------- Ich bin ein Dichter Allerdings ein bescheidener, unbekannter und recht schlichter Selbst wenn irgendwann irgendwem ein Gedicht von mir gefällt, verdiene ich damit kein Geld Auch mein Nachbar ist ein Dichter Und zwar keineswegs ein schlichter Von Beliebtheit und Erfolg getragen, dichtet er weit, weit dichter Ihm ist sogar das...

ZUVERSICHT

ZUVERSICHT Gedanken des fiktiven Lyrischen Ichs ---- Krebs hin oder her Vielleicht weiss ich morgen ein wenig oder noch viel mehr Habe ich ihn besiegt Oder besiegt er mich Womöglich fängt aber auch das Warten erst richtig an Und dann, und dann? Dennoch bedrückt mich die Ungewissheit nicht so sehr Herz und Verstand sagen im Glauben mir: Ich bin in des liebenden Gottes guter, gnädiger Hand Obwohl...

Ein Mann ist kein Abziehbild.

Ein Mann ist kein Abziehbild, nicht Rolle, nicht Pose, nicht Spiegelbild. Er ist ein Gang durch Wind und Zeit, ein leiser Schritt in Lautbereit. Er ist der Bruder, wenn du fällst, der Vater, der in Stille hält. Ein Cousin, der die Fragen teilt, ein Großvater, der Wunden heilt. Er trägt, was schwer ist, ohne Lärm, ein Herd, ein Schild, ein innerer Stern. Er nährt aus Händen, schlicht und klar,...

WEISSE GREISE WELTHERRSCHAFT

WEISSE GREISE WELTHERRSCHAFT Wer hätte das gedacht, ein Auslaufmodell hat es zur Weltherrschaft gebracht: In einer farbigen Welt hat plötzlich der alte weisse Mann ungeahnte Macht Beim Herrschen können sich die geistigen Zwillingsbrüder Wladimir Trump und Donald Putin nicht beherrschen Ruhe und Weisheit scheint auch Sultan Erdogan nicht gegeben Und vom greisen Ayatollah Ali Chamenei ist nur...

Atomare Bedrohung

Atomare Bedrohung Mancher Führer hat ein zu kleines Hirn, Er kapiert nicht, dass die Erde endlich, Bietet ihr mit Atombomben die Stirn, Übersieht, dass dieses alles schändlich. Selbstmörderisch bleibt solch ein Mantra, Mit dem die Menschheit sterben würde. Da hilft uns auch keine Kassandra: Zerstörtes Leben bleibt ohne Würde! Wer unsere Leben retten will, Dem darf es nicht ums Siegen gehen....

Die Zeit, sie rennt – und wir hinterher.

Früher war die Zeit noch da, sie stand zwar nicht – doch war sie nah. Man konnte sie noch gut verschwenden, anstatt sie stets zu „optimieren“ und verenden. Sie tickte leise, nicht digital, kein Algorithmus, kein Sozial- medialer Zwang zum Dauerlauf – die Uhr nahm ihren Gang in Kauf. Heut‘ jagen wir – ganz ohne Ziel, den großen Sinn im Hamsterradspiel. Wer innehält, wird schnell verlacht, denn...

Die Menschheit muss bescheidener werden

Die Menschheit muss bescheidener werden Wer nur meint, sein Land sei einmalig, Das eigene Volk allein Heiligkeit, Dessen Auffassung bleibt vormalig, Überhöht, ohne wahre Gottesfreiheit. Gar viele Arten hat’s gegeben, Die längstens ausgestorben sind: Keine Spezies hat ein Ewigleben, Kein Überleben schützt ein Götterwind. Wir müssen uns schon selber mühen Und endlich die Reißleine ziehen, Denn...

Vürher wor et och nit langsam

Früher hatt' mer ooch kein' Zeit, doch se war noch nich so breit. Heut rennt se rum – ganz ohne Sinn, un lacht uns aus: „Ihr lauft bloß hin!“

„Zeitverriss“

Früher ging die Zeit spazieren, heut lässt sie sich digital schieren. Wir rennen, bis das Hirn verglüht – und merken nicht: sie bleibt und sieht.

Der Zeitjetztwahnsinn

Früher hatt’mer auch kein’ Plan, doch da blieb uns Zeit zum Tan. Heut rennt jeder wie bekloppt – die Uhr, die bleibt, wo sie gestoppt.

Zeit ist kein Fangspiel

Früher war die Zeit nicht mehr, doch lief sie langsamer einher. Jetzt jagt ihr jeder hinterher – sie einzufangen, bleibt nur Mär.

Früher hatt’mer Zeit

Früher hatt’mer Zeit zum Warten, heut muss alles flitzen, starten. Geduld is wie’n alter Hut – verloren jejen App und Mut.

Geduld verliert den Klang

Was einst in Warten Würde trug, wird heut per Klick im Schnellgang blass. Geduld war einst ein stiller Flug – jetzt zählt nur Tempo, nicht mehr Maß.

Die Dichte der Tage

Ein Kindheitstag war wie ein Jahr, voll Wunder, Rätsel, heißem Licht. Der Arbeitstag heut kaum noch klar – verfliegt, als wär er gar nicht da.

Wissen gegen Weisheit

Wir wissen viel, doch fühlen kaum, was Wahrheit ohne Zahl noch wär. Früher sprach man’s aus im Raum – heut fragt man lieber ChatGPT, woher.

Zwischen Glanz und Schatten

Früher glänzte das Gedicht, wenn einer mit dem Herzen sprach. Heut glänzt der Filter – echtes Licht verblasst in Bildbearbeitungsfach.

Technik kann nicht trösten

Früher sprach das Fenster Licht, die Welt war klein, doch war sie nah. Jetzt spricht der Screen, doch tröstet nicht – und Nähe bleibt oft nur ein „Aha“ im Zeitgeschehen.

Zeit ist, was wir ihr geben

Nicht Uhren zählen unser Sein, sondern das Staunen, das uns füllt. Was uns bewegt, lässt uns gedeihn – der Rest wird fortgespült.

Gewohnheit als Verblasserin

Im Einerlei wird selbst das Licht zum grauen Schimmer ohne Kraft. Was täglich kommt, erkennt man nicht – die Zeit wird schal und trüb.

Das erste Mal zählt doppelt

Ein Augenblick, der neu uns trifft, brennt tiefer als ein Jahr im Kreis. Denn was die Seele einmal griff, bleibt heller, schärfer, heiß.

Erst Wandel schenkt die Weite

Die Zeit wird breit durch neues Tun, nicht durch das ewig gleiche Drehn. Wer bleibt, der wird sich selbst vertun – wer wandert, bleibt bestehn.

Das Poetenpodium

Das Poetenpodium ist eine Online-Plattform für Poeten & Poetinnen, auf der Du lyrische Texte verschiedener Autoren und Autorinnen findest. Du kannst eigene Poesie veröffentlichen und Poesie anderer bewerten und kommentieren. Mach mit und veröffentliche Deine Texte auf Poetenpodium.de!