Ich habe deine Abwesenheit überlebt. Deine passive Haltung mir gegenüber. Die schlaflosen Nächte wegen dir. Das ständige Gefühl, nicht genug zu sein, dir nicht wichtig zu sein. Die endlosen Streitigkeiten. All das habe ich überlebt.
Und dennoch lebe ich in ständiger Trauer. Nicht um dich, sondern um das, was hätte sein können, wenn du auch nur das Nötigste gegeben hättest.
Ich verlange wirklich nicht viel. Die geringste Zuneigung hätte gereicht. Doch selbst das war zu viel verlangt.
Ich bin müde von all den Gedichten, all den Texten, die dir gewidmet sind, dich jedoch nie erreichen konnten. Die unausgesprochenen Worte fressen sich tief in mein Herz. Und deine Ungewissheit darüber, was du bei mir angerichtet hast, lässt mein Blut kochen.
Ich möchte endlich stark genug sein, um dich endgültig aus meinem Gedächtnis zu löschen.
Was ist der nächste Schritt nach der Trauer?Ich warte seit Jahren auf die Wut, auf die Akzeptanz. Doch ich komme nicht weiter als bis zu diesem einen Gefühl.
Ich habe dir nichts zu sagen, dennoch hört mein Kopf nicht auf, Worte zu formen. Aussprechen kann und werde ich sie wahrscheinlich nie.
Doch in meinen Notizen finde ich einen Zufluchtsort. Ich möchte genauso kalt sein wie du. Die Wunde soll endlich heilen. Und wenn dieser Zeitpunkt kommt, sollst du wissen, du hast gezahlt. Für jede Träne, die für dich geflossen ist.
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