Brennende Kerze, stundenlang,
doch geht bald aus,
ein Untergang,
wie unser Leben
sich wenden kann
und noch so kurz
und Schmerzen kann.
Die Nacht ist hell,
die Sterne klar,
die Sonne war so wunderbar,
nun scheint der Mond
so unscheinbar.
Das Ende droht,
der Sturz scheint nah.
Doch bleib bei mir,
so fest an mir,
dann gehen wir zwei
Hinweg von hier.
Was uns nun bleibt,
das retten wir,
und leben froh durch Liebe,
denn wenn nichts bleibt,
bleibt Liebe.
Hallo Symeon, willkommen im poetenpodium. Starkes LiebesGedicht. Erst dachte ich, das Lyrische Wir, ein Liebespaar, wähle den Freitod. Doch ich denke eher, die beiden fliehen. An einen anderen irdischen Ort. In ein anderes Land.
Anmerkung: “schmerzen” als Verb klein.
Angeregt von deinen Zeilen (keine Kritik an ihnen):
(FEHL)INTER-
PRETATION
Wie soll ich das Gedicht verstehen
Ich kann Bilder, Hinweise,
Schlüssel, Wörter
deutlich sehen
Doch welchen Weg
muss ich als Leser gehen
Werde ich ans Ziel gelangen
oder mich in eigenen
Vorstellungen verfangen
Dichter, was hast du dir
bei deinem Werk gedacht
Hast du dir Gedanken
über mögliche
Missverständnisse gemacht
und meine Schwierigkeiten
bedacht
Stephan Wannovius, Dalian, China, 28/01/26
LG Stephan