Der Morgen.
Und Atem.
Und Licht, das nicht fragt, sondern gilt.
Ich sitze im Bett,
und der Tag tritt ein
wie ein alter Freund,
der meinen Namen kennt.
Und das Leben.
Nicht laut.
Nur anwesend.
Und die Stille,
die nichts verlangt
und doch alles ordnet.
Ein Lied im Raum,
nicht gespielt –
erinnert.
Und Bilder,
die nicht hängen,
sondern tragen.
Ein Fest,
das nicht feiert,
sondern sammelt.
Ein Brief,
der nicht gelesen wird,
weil das Herz ihn längst versteht.
Ich stehe am Fenster.
Und der Traum steht mit mir.
Die Welt ist noch unentschieden,
doch die Phantasie
hat bereits gewählt.
Der Zauber erklärt sich nicht.
Er wirkt.
Spiegel begegnen mir
ohne Urteil.
Tische schwimmen im See der Zeit.
Der Mond lehnt seinen Stab an die Nacht.
Und das Herz spielt nicht mehr –
es erinnert sich.
Kunst sitzt neben mir.
Sterne halten Maß.
Am Fluss verlerne ich das Eilen.
Kein Sieg,
nur Stimmigkeit.
Keine Bühne,
nur Gegenwart.
Die Geige wartet im Flur,
die Uhr vergisst den Hof,
die Tasse reist,
ohne den Ort zu wechseln.
Und das Herz fliegt nicht davon –
es bleibt.
Der Morgen ist da.
Das Leben ist da.
Die Wahrheit ist kein Satz,
sondern Richtung.
Flügel wachsen nicht zum Fliehen,
sondern zum Tragen.
Ich bin nicht der Tag.
Aber ich gehe mit ihm.
Und es gibt kein Spiel mehr –
nur Teilnahme.
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