Was leer ist, kann mehr enthalten als die Fülle,
denn nur, wo Raum bleibt, kann Neues entstehen.
Die Zeit fließt nicht durch den Raum – sie formt ihn.
Und die Masse, die ihn krümmt, vergeht mit ihm.
Alles vergeht, doch nichts verschwindet,
denn der Staub, der fällt, steigt anderswo als Stern empor.
Das Licht, das gestern war, reist durch die Ewigkeit,
und der Schatten, den es wirft, ist der Ursprung von Morgen.
Die Fülle erschöpft sich in sich selbst,
denn was zu viel ist, wird starr, unbeweglich, tot.
Doch die Leere atmet, sie zieht an, sie gebiert,
weil alles, was vergeht, in ihr zur Möglichkeit wird.
Wandel ist nicht bloß Veränderung,
er ist der Puls des Seins, das Gesetz des Universums,
die unausweichliche Wahrheit,
dass nichts bleibt, wie es war – und doch alles bleibt.
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