Die Wahrheit geht auf müden Beinen,
doch Lügen tanzen mit den Seinen.
Sie kleiden sich in stolze Pracht,
bis niemand mehr nach Klarheit tracht’.
Die Wahl, sie naht, die Wahl vergeht,
was gestern galt, wird neu verdreht.
Man gibt Versprechen, Wort für Wort,
doch hält sie nur, wer nicht mehr dort.
Die Freiheit stirbt nicht über Nacht,
sie schwindet still, kaum je bedacht.
Ein Käfig wächst aus Angst und List,
den keiner sieht – weil er ihn ist.
Die Kriege starten stets im Schweigen,
ihr Echo bleibt in leeren Reigen.
Denn Frieden wächst nicht aus Verzicht,
er ist ein Feuer ohne Licht.
Das Gold fließt stets in leere Hände,
der Wohlstand kennt doch keine Wende.
Er glänzt dort oben, hell und schön,
doch unten sieht man ihn nicht seh’n.
So bauen Mauern, Wort für Wort,
die Grenzen in den Köpfen fort.
Und wenn die Welt in Trümmern liegt,
fragt man, wer an den Steinen wiegt.
Die Macht trägt stets ein heil’ges Kleid,
doch innen brennt nur Dunkelheit.
Und wer ihr in die Augen sieht,
versteht, dass nur ihr Schatten siegt.
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