Die dritte Nacht kennt keinen Trost,
kein Wort, das alles heilend schloss.
Sie hält das Weinen einfach aus,
verwehrt dem Sinn den schnellen Aus.
Kein Name glänzt, kein Held besteht,
nur Leben, das zu früh vergeht.
Die Nacht fragt nicht nach Schuld und Plan,
sie schaut dem Leid standhaltend an.
Wer hier nicht flieht, nicht deutet, nicht
verliert das Menschsein nicht im Licht.
Die Unschuld mahnt uns ohne Schrei:
Bleib wach, wo nichts erklärbar sei.
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