EINZELGÄNGER
Dichter sind Einzelgänger
auf der Suche nach Resonanz,
Akzeptanz und ein wenig Glanz
Sie sehnen sich danach,
auf ihren lyrischen Wegen
geneigten Lesern und Hörern
zu begegnen
Doch wenn sie andere Dichter sehen,
wird es oft geschehen,
dass sie sich stolz gegenseitig
übersehen und übergehen
Wer kann solchen Hochmut verstehen?
Stephan Wannovius, Dalian,
China, 10/09/25
Ergänzung
DREI DICHTERTYPEN
Es gibt Dichter,
die sich gleichgültig
aus dem Wege gehen
Es sind solche, die bestenfalls
zufällig nebeneinander stehen
Es gibt Dichter,
die sich gegenseitig schätzen,
unterstützen, fördern
nicht verletzen
Und dann gibt es die,
die gegeneinander hetzen
Die, die einander hassen und sich genüsslich
mit den vermeintlichen
Fehlern
anderer Poeten befassen
Derartige Lyriker können nicht darauf verzichten,
ihre Kollegen künstlerisch und menschlich zu vernichten
Stephan Wannovius, Dalian, China, 05/01/26
PS Hier Forum kenne ich neben der Hauptgruppe eins noch die Gruppe
zwei. Drei war noch nicht dabei.
LG Stephan
Noch eine Ergänzung
EITEL UND EGOISTISCH
(vollständige Fassung)
—–
Künstler sind eitel und egoistisch
Christliche Künstler
oftmals auch
Künstler möchten sich selbst
ins Rampenlicht stellen und
anderen den Weg dorthin
verstellen
Stephan Wannovius, Dalian, China, 07/01/26
DENN ICH BIN CHRIST
Ich bin dein Fan
Du bist mein Fan nicht
Trotzdem bin ich dein Fan
Denn ich bin Christ
Ich liebe dich
Du liebst mich nicht
Trotzdem liebe ich dich
Denn ich bin Christ
Ich lobe dich
Du lobst mich nicht
Trotzdem lobe ich dich
Denn ich bin Christ
Ich schätze dich
Du schätzt mich nicht
Trotzdem schätze ich dich
Denn ich bin Christ
Du ignorierst mich
Trotzdem ignoriere
ich dich nicht
Denn ich bin Christ
Du verletzt mich
Trotzdem verletze
ich dich nicht
Denn ich bin Christ
Stephan Wannovius,
Dalian, China, 08/01/26
LG aus Fernost
Stephan
Zusatz:
SCHRÄG
Meine Frau warnt mich:
“Alle, alle Dichter sind verrückt”
Vielleicht stimmt das
Die meisten erscheinen
zumindest entrückt und
völlig von sich entzückt
Schon das ist verrückt
Ein wenig, mehr
oder sehr
Stephan Wannovius,
Dalian, China, 09/01/26
LG Stephan
Zusätzliche Gedanken
REFLEXIONEN ÜBER MEINEN FREUNDLICHEN UMGANG MIT ANDEREN DICHTERN
Gehe ich weiter auf Menschen ein
Oder lasse ich es besser sein
———
Meine Empathie wird
selten erwidert oder nie
———-
Alle Achtung: Beachtung,
Ermunterung und Freundlichkeit
bekommen Verachtung
————–
Dass ich andere Dichter beachte,
ja sie lobe und achte,
wird von ihnen
selten geachtet
Ja von manchen
gar verachtet
Stephan Wannovius, 25/01/26
UNBEGREIFLICH
Eins kann ich nicht verstehen:
Dichter wollen gesehen werden
Doch ist dies geschehen,
übersehen sie oft die,
die zu ihnen stehen und
im Geiste mit ihnen gehen
Stephan Wannovius, Dalian, China, 25/01/26
(K)EINE LEHRE
Meine freundlichen, ermunternden Worte
gehen oft ins Leere
Sei mir das nun eine Lehre,
aufdass ich mich
zur Ignoranz bekehre und
künftig niemandem
Beachtung beschere
Oder gereichen mir
Aufmerksamkeit und
Empathie dennoch
zur Ehre
Stephan Wannovius, Dalian, China, 25/01/26
APHORISMEN
Mag sein, mag sein,
dass Dichter empfindsamer
als andere sind
Oft sind sie aber
auch empfindlicher
——
Künstler als bessere Menschen zu sehen,
heisst sie missverstehen
Stephan Wannovius, Dalian, China, 25/01/26
LG aus Fernost
Stephan