Die elfte Nacht verlangt kein Licht,
das weithin strahlt und schnell verspricht.
Sie geht den Weg, den keiner nennt,
weil er sich nicht im Glanze brennt.
Kein Ziel ruft laut, kein Lohn erscheint,
nur Schritt um Schritt, der ehrlich meint.
Was heute zählt, ist kein Applaus,
nur dass du bleibst und hältst es aus.
Die Nacht fragt nicht, ob man dich sieht,
nur ob dein Maß dich weiterzieht.
Denn Treue wächst im kleinen Tun,
wo Tage ohne Zeugen ruh’n.
So lehrt die elfte Rauhnacht sacht:
Nicht jeder Weg wird groß gemacht.
Doch wer im Stillen weitergeht,
hat mehr vollbracht, als man versteht.
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