Die erste Nacht kennt keinen Schmuck,
sie nimmt dem Fest den letzten Glanz.
Was eben noch Geburt versprach,
steht nun vor Ernst und Widerstand.
Stephanus geht den Weg voraus,
kein Held, kein Sieger, ohne Schutz.
Er steht, wo Wahrheit keinen Lohn
und Standhaftigkeit keinen Applaus kennt.
So fragt die Nacht am ersten Tor:
Worauf gründest du dein Beginnen?
Auf Beifall oder auf Bestand,
auf Wärme – oder auf Gewissen?
Wer diese Schwelle nüchtern geht,
beginnt nicht leicht, doch tragfähig.
Denn Anfang ohne Wahrheitsmut
führt selten weit ins neue Gut.
0 Kommentare