Ich träumte Nächte voller Klang,
von Stimmen, laut und lebenslang.
Doch draußen hör ich Schritte gehen,
die Straßen beben, Städte stehen.
Die Nachrichten verkünden: „Alles gut“,
doch irgendwo noch brennt die Glut.
Zu viele Menschen, leer und kalt,
die Seele sucht nach festem Halt.
Dies ist das Land aus Licht und Schatten,
wo wir uns selbst zu tragen hatten.
Dies sind die Hände, die wir heben,
um dieser Zeit ein Herz zu geben.
Wo ist der Mut, der uns befreit,
wenn alles kippt in Unsicherheit?
Die Macht verliert den eigenen Lauf,
die Uhr der Welt hält sie kaum auf.
Dies ist die Stunde, dies der Ort,
wir schauen suchend immerfort.
Doch ohne Wärme, ohne Licht,
verliert die Zukunft ihr Gesicht.
Ich weiß noch, wie es früher war,
die Nächte hell, die Träume klar.
Ein Lachen, das die Dunkelheit
in goldene Funken aufgeteilt.
Doch heimwärts führt kein Weg zurück,
wir schultern jetzt das neue Stück.
Wir geben keine großen Schwüre,
bewahren still die innere Türe.
Zu viele Stimmen, laut und leer,
zu viele Fragen, immer mehr.
Doch wenn wir uns gemeinsam regen,
kann selbst ein Fluss sich neu verlegen.
Dies ist das Land aus Licht und Schatten,
das wir als Erbe bei uns hatten.
Dies sind die Hände, die wir heben,
um dieser Welt ein Morgen geben.
0 Kommentare