Meine Gefühle dir gegenüber, schmecken salzig

von | 07.Feb..2026 | Poesie | 0 Kommentare

Ich habe genug Schmerzen ertragen müssen mit dem ersten Fehltritt eines Vaters in meinem Leben.

Ich dachte du wärst ein Mittel zur kompensierung meiner Trauer.
Ein Geschenk Gottes als
Entschuldigung für die vaterlose Kindheit die ich hatte.

Ich wollte nichts. Weder Geld noch irgendwas anderes. Ist Liebe und Geborgenheit denn zu viel verlangt?

Ich habe bloß eine Wunde in mir. Bloß eine einzige. Der einzige Grund der mich abends nicht einschlafen lässt. Der mich meinen Wert in euren Augen hinterfragen lässt und der ist die mangelnde Liebe einer Vaterrolle.

Ich sagte und zeigte es dir einst einmal, dass ich bloß eine Schwachstelle habe, doch das schien dir nichts zu bedeuten.

Ich habe lange gebraucht. Jahre um genau zu sein, um dich zu akzeptieren, um dir zu vertrauen. Nachdem mein eigener Vater mich so hintergangen hat.

Wie dumm konnte ich sein, dass ich dachte ein fremder könnte diese Position erfüllen, die der verpflichtende Mann nicht einmal erfüllen konnte.

Du hast mir viel Leid zugefügt. Ich habe oft vergeben. Weder habe ich schlecht in diesen Momenten über dich geredet, noch war ich stur dir gegenüber, für das was du getan hast.

Dennoch erlaubst du es dir, mich so zu verraten, mich so verbluten zu lassen. Ich bin und war dir nie was wert.

Nach der Reparatur meines Autos, habe ich nicht gefragt. Ich wollte nicht, dass du denkst, dass du mir irgendwas schuldig bist.

Beim Thema Geld war ich auch immer zögernd, beschämt, dich zu fragen. Ich kannte es nicht auf jemanden angewiesen zu sein.

Ich wollte bloß Anerkennung, Liebe, Nähe. Die gabst du mir auch in Stücken, weshalb ich mich so sehr und gern an dich gewendet habe.

Dein Geburtstagsgeschenk kam verzögert. Tage bevor ich von deinem wahren Gesicht erfuhr, machte ich mir Gedanken, wann und wie ich es für dich verpacken würde.

Ich wollte sogar eine Nachricht dazu schreiben.

„Babalık kanla değil, emekle olur.
Tesadüfen baba, isteyerek kızın.“

Lustig, oder? Allein das Wort Tochter und Vater macht mich emotional. Ich verbinde damit nichts Gutes.

Ich war so gespannt auf deine Reaktion, wenn du das Zitat lesen würdest. Ob du genauso gerührt wärst, wie ich.

Als mein Freund zum kennenlernen gekommen ist und du so hoch von mir und deinen anderen Töchtern geredet hast, wurden meine Augen glasig.

Es war wie ein Liebesgeständnis für mich, was ich so lange ersehnt, doch nie bekommen habe.

Ich habe mich so nah gefühlt. Als wäre ich ein Teil von dir, nicht bloß ein Mitbewohner, den du ab und an mal siehst.

Ich habe tausend Texte an meinen Vater geschrieben, vergessen konnte ich ihn trotzdem nie.

Jahrelang habe ich es versucht. Ihn endlich zu vergessen, zu akzeptieren, dass er mich nicht will, doch dass du genauso dreckig sein kannst , nein sogar dreckiger sein kannst als er, hätte ich nicht erwartet.

Man hätte es ahnen können, doch ich wollte es nicht.

Ich habe so gerne Zeit mit der Person verbracht die du manchmal warst.

Du hast mich zu tiefst enttäuscht.

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