Die siebte Nacht bewahrt das Maß,
kein Vorwärtsdrang, kein schneller Schritt.
Das Alte ist gegangen schon,
das Neue kommt – doch drängt sich nicht.
Maria hält, was wachsen will,
nicht mit Erklärung, nicht mit Plan.
Sie hütet, was noch namenlos,
weil Anfang Schutz vor Zugriff braucht.
Kein Vorsatz wird hier laut gemacht,
kein Schwur dem neuen Jahr verkauft.
Die Nacht weiß: Was Bestand haben soll,
muss erst im Stillen getragen sein.
So liegt der Wechsel nicht im Bruch,
sondern im sorgsamen Dazwischen.
Wer diese Nacht zu hüten lernt,
beginnt das Jahr nicht laut – sondern richtig.
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