Der Tag beginnt mit falschem Licht,
das grell durch blasse Lider bricht.
Die Zeit steht still im Glas von gestern,
wo sich Staub und Geist verschwestern.
Die Uhr tickt in die leere Luft,
vorbei der Lärm, der nach mir ruft.
Das Atmen fällt im Zimmer schwer,
die Welt da draußen wirkt so leer.
Doch während noch der Nebel zieht
und leise durch das Dunkel sieht,
der erste Rauch, der silbern glüht,
wie eine Sonnenblume, die blüht.
Die Glocken klingen weit und hohl,
ein Abschiedsgruß, ein Lebewohl
an jenen Glanz, der nachts noch schien,
nun ist er grau und längst dahin.
So zieht der Sonntag bleiern schwer,
ein Schiff auf einem fahlen Meer.
Ich warte, bis der Dunst entweicht
und mir der Tag die Hände reicht.
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