Ich sitze da,
und die Hoffnung sitzt neben mir,
wie etwas, das ich längst kenne
und trotzdem nicht mehr glaube.
Ich sitze da und warte,
nicht auf Worte,
sondern auf Verantwortung,
die niemals den Raum betritt.
Ich sitze da
mit einer Last,
die eigentlich zwei Schultern bräuchte,
aber nur meine kennt.
Ich halte aus,
was nie geteilt wurde,
lerne leise zu werden,
damit nichts mehr wehtut,
was ohnehin nicht gehört wird.
Ich erwarte nichts,
sage ich mir,
um nicht zu zerbrechen –
und erwarte doch,
gegen jede Vernunft.
Ein Zeichen.
Ein einziges.
Irgendetwas, das sagt:
Ich sehe dich.
Aber ich weiß,
dass nichts kommt.
Und während ich da sitze,
passiert etwas Unauffälliges:
Die Hoffnung steht auf.
Nicht laut.
Nicht wütend.
Sie geht einfach.
Und ich bleibe zurück,
sitzend –
aber zum ersten Mal
ohne zu warten.
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