Der Morgen.
Und Stille.
Und ein Licht, das nicht blendet,
sondern bleibt.
Ich sitze im Raum,
und der Tag tritt ein
wie eine Verheißung
ohne Forderung.
Und das Leben.
Nicht laut.
Nur anwesend.
Die Welt hält den Atem an,
weil etwas Größeres
sich klein gemacht hat.
Ein Lied ist da,
nicht gesungen –
getragen.
Bilder stehen nicht an den Wänden,
sie wohnen im Blick.
Ein Fest geschieht,
ohne gefeiert zu werden.
Ein Brief ist geöffnet,
doch das Herz liest zuerst.
Ich trete ans Fenster.
Der Himmel schweigt.
Und gerade darin
spricht er.
Die Zeit verliert ihr Drängen.
Der Zauber erklärt sich nicht –
er wohnt.
Ein Kind liegt in der Stille der Welt.
Nicht mächtig.
Nicht bewaffnet.
Nur wirklich.
Und alles Harte
verliert für einen Augenblick
sein Recht.
Die Engel lärmen nicht.
Sie halten Maß.
Der Stern zeigt nicht Besitz,
sondern Richtung.
Und das Herz hört auf zu spielen –
es glaubt.
Weihnacht ist da.
Nicht als Flucht.
Als Ankunft.
Nicht als Glanz.
Als Nähe.
Ich bin nicht das Licht.
Aber ich gehe in ihm auf.
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