Moment!
So hat der Strom die Welt durchflutet
Mich in dem Sog voran gespült
Mich mit den Wellen fortgenommen
Nur kurz ein Hauch von Luft gefühlt
Und einmal rasch zu Atem kommen
Zu lange nicht das Wort genutzt
Zu lange nicht am Reim gescheitert
So träge nie den Berg gestutzt
Der ungeahnt sich Jahr für Jahr
Ums Zehnfache erweitert
Wo bin ich hier?
Heute soll der Anflug reichen
Nur die Idee der alten kraft
Die einst mich durch die Sterne trieb
Zur Ruhelosigkeit gestraft
Mir ewig unvermeidlich blieb
Ich muss noch einen Blick riskieren
Will sie noch einmal schlafen sehen
Die Erinnerung glorifizieren
Mich weiter in den müden Augen spiegeln
Noch einmal fast an ihr zugrunde gehen
Wie bin ich hierher gekommen?
Dann ein Blick ins Innere des Jetzt
Die Angst erkennen ohne sie zu hassen
Was hat den Wind in mir gestillt
Oder immerhin den Segelmast zerfetzt
Wann hat der Dorn mein Herz verlassen
Beim Blick zurück nach vorn erschließt
Sich nun der Grund ganz unverhofft
Mein Innehalten, wird mir klar
Weil Nebel aus den Augen fließt
Wo dieser Blick zuvor verborgen war
Wo muss ich hin?
Ein Zwiegesang aus tausend Stimmen
Der stumm war, eine halbe Ewigkeit
Beginnt erneut in Harmonie zu Klingen
Wörter einst in ruhelosem Streit
Ermächtigt nun, vereint zu singen
Die Sehnsucht kehrt zurück und bleibt
Doch nicht als namenloser Gegner
Als Geist, der mit Gewohnheit bricht
Als Freund, der mir den Weg beschreibt
Zu dir und Mut und Sternenlicht
Ich bin zurück!
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