Die zehnte Nacht fragt ohne Zier,
was folgt aus dem, was glaubst du hier.
Kein Wort bleibt leicht, kein Denken frei,
wenn Tat und Haltung zweierlei.
Was du erkannt hast, fordert Gang,
nicht morgen erst, nicht irgendwann.
Die Nacht verzeiht kein leeres Bekenntnis,
sie misst den Schritt am Ernst der Kenntnis.
Kein Applaus zählt, kein guter Ruf,
nur ob dein Handeln Brücken schuf.
Denn Wahrheit, die man nicht vollzieht,
verliert das Recht, dass sie noch gilt.
So endet Denken nicht im Raum,
es wächst im Tun, sonst bleibt es Traum.
Wer heute handelt, nicht nur spricht,
besteht die Nacht – wer zaudert, nicht.
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