Die zweite Nacht bleibt nah am Wort,
sie trägt kein Schild, sie predigt nicht.
Sie bleibt, wo andere weitergeh’n,
um tiefer noch das Licht zu seh’n.
Johannes hört, bevor er spricht,
er misst die Wahrheit nicht am Lärm.
Was Fleisch geworden ist, bleibt hier,
nicht Idee, nicht fernes Ziel.
So fragt die Nacht: Wo bist du nah?
Wo warst du da – und doch nicht da?
Erkenntnis wächst nicht aus dem Streit,
sie reift in Treue und in Zeit.
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