Ich schaue in den Spiegel und betrachte mich, im nächsten Moment kommt die Stimme und flüstert, ich sei nicht mehr ganz dicht.
Hier bin ich zu viel und dort zu breit, es zählt jede Kleinigkeit.
Der Blick ist leer, der Kopf ist müde, alles ist super schwer und ich fühl mich extrem trübe.
Fett, so würde ich mich beschreiben, Fett aber vor allem einsam.
Ich möchte nicht so sein, so ganz allein. Aber wenn es Nacht wird und die Glühwürmchen rumirren, das ist alles eine
Qual. Zusätzlich stellt die Stimme mir die Wahl, Leben oder Freiheit, wie du willst, es macht aber mehr sinn, wenn du dich killst.
Ich mag mich nicht, das ist schon klar, aber der Blick in den Spiegel, macht es untragbar. Hier zu breit, dort zu fett, ich komm ja nicht mehr
Vor Verzweiflung aus dem Bett. Ich steh dann da, vor dem Spiegel und denk mir alles klar, die nächstes Diät muss und kommen und dann wird
Mir klar, sie ist ja schon da.
Ein Jahr mach ich das schon, striktes Kaloriendefizit und Verbote.., die Fastenzeit muss eingehalten werden und wehe, wenn nicht, der Essensplan darf nicht geändert werden, sonst flüstert die Stimme, ich sei nicht mehr ganz dicht…
Dabei…, ist es für jeden anderen Menschen nur… ein ganz normales Gewicht.
Hallo an alle, die Muckels Texte lesen. Hört ihr ihre Hilfeschreie???? Muckel ist erst 14 Jahre.
Wenn ja, wir müssen was tun. Aber können wir es auch?
Vermutlich ist keiner von uns Kinder- und Jugendpsychologe,
-therapeut oder
-psychiater.
lch habe mehrfach versucht Muckel zu erreichen. Dazu braucht es jedoch Fachleute.
Liebe Muckel, sprich mit deinen Eltern. Für seelische Probleme muss sich niemand schämen. Die Gesellschaft ist heute aufgeschlossener für Erkrankungen der Seele als vor fünfzig, sechzig Jahren.
Ich fühle mich ratlos angesichts deiner Not.
RAT-SCHLÄGE
Ratschläge sind meist
gutgemeint
Doch psychisch Kranke
empfinden sie oft
weniger als Rat
denn als Schläge
Stephan Wannovius,
Dalian China, 11/01/26
APHORISMUS
Mensch, ich kann nur raten,
nicht jedem jederzeit
zu raten
Stephan Wannovius, Dalian, China, 11/06/26
APHORISMUS
Auch die Gedanken sind ungleich verteilt
Einige nehmen und
machen sich zu viele
Andere zu wenige
Stephan Wannovius,
Dalian, China, 11/01/26
Liebe Muckel, du bist ein wertvoller, sensibler Mensch
Ich wünsche dir rasche Genesung
LG Stephan
Hallo Wannovius, vielen Dank, für deine Fürsorge, aber ich brauche keine Hilfe.
In den Texten die ich schreibe, kann ich alles rauslassen, was mir gerade auf dem Herzen liegt.
Es sind Hilferufe, weil ich (unter anderem) angst habe. Meine Texte helfen mir, zumindest für
einen kurzen Moment, aus meiner Gedanken-spirale rauszukommen.
Danke für die Fürsorge.