Im Abenddunkel
hat ganz leis’ und sacht
der Frost ein Kunstwerk angebracht
Blumen, Blätter, Zweige, Gräser
schmücken jetzt die Fenstergläser
Und der Weihnachtsstern von gegenüber
leuchtet
orangenrotes Licht hinüber
Sturm heult ums Eck
und pustet
die Graugedanken einfach weg
Gefrierender Atem
auf dem Mantel aus Nacht
glitzert verwegen
die Kälte von deinen Wegen
Immer leiser singt der Wind
bis neuer Morgen dann beginnt
Liebe Angelika,
du erfindest dich neu.
Nach Prosalyrik nun Reim in wohl freier Form. Ebenfalls sehr gelungen.
Über den Vers “Blumen…Fenstergläser” bin ich zunächst gestolpert. Hätte nicht gedacht, dass Fenster so zauberhaft vereisen oder beschlagen können.
Dein Wintergedicht Inspiriert mich zu poetischen Kommentaren – wie bis heute noch “Heilig Abend”.
(K)EIN WINTER
Dank Jesus Christus dürfen wir
Winter und seinen Zauber
erleben
Doch in unserem eigenen
Leben
kann’s keinen Winter geben
Wir werden im frühesten Frühling
geboren und mit göttlicher Gnade
und Liebe
meist durch den Sommer
bis in den Herbst des Lebens
gebracht
Spätestens im Nebelnovember
von der Last des Erdendaseins
befreit, steht für uns
die Ewigkeit bereit
Stephan Wannovius, Dalian, China, 13/01/26
JAHRESZEITEN-
ERKENNTNIS
Schon mal nachgedacht?
Winter, Sommer und Herbst
kommen mit sechs
Buchstaben aus
Der Frühling braucht
deren acht
Vielleicht benötigt
starkes Wachstum
zusätzliche Kraft
Stephan Wannovius,
Dalian, China, 13/01/26
VIER ZEITEN
Gott, der Schöpfer,
hat in seiner Weisheit
dem Jahr vier Zeiten gegeben
Lasst uns dankbar
aus seiner Hand
Winter, Frühling,
Sommer, Herbst
erleben
Stephan Wannovius,
Dalian, China, 13/02/26
LG aus dem ebenfalls winterlichen Nordostchina
Stephan