Und wieder schreibt mich diese Kirche 

vor Weihnachten an

Sonderopfer seien nun jahreszeitlich dran 

Ich solle wie früher noch intensiver

nach Gottes Reich streben

und zusätzlich grosszügig, grosszügiger geben

Recht gesagt, mutig gewagt!

Doch auch aufrichtig getan?

Besteht nicht Gottes Plan für die Pastoren darin,

gerade in Corona-Zeiten alle Schafe

besonders liebevoll zu hüten

und die abwesenden Schafe

in Abständen zu fragen,

ob und wie sie die Pandemie ertragen?

Und was man eventuell

könne gemeinsam tragen?

Vielleicht befinden sich

die Corona-fernen Schafe  in grösster Not

Vielleicht fehlt es ihnen an Brot

Womöglich sind sie krank oder bereits tot

Doch zur Covid-19-Plage hörte ich

geistlich und menschlich persönlich nichts

von diesen Gemeindeleitern

Kein tröstendes Wort ging fort

aus ihrem Mund zu meinem Ort

Bedeutet mein Leben für sie nur Geben?

Ich gebe gern, doch nicht Kirchen,

denen mein Schicksal so fern

Stephan Wannovius, 9.11.21

Hirtenliebe in Coronazeiten
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