Spiegelbild:

von | 10.Jan..2026 | Poesie | 1 Kommentar

Ich schaue in den Spiegel und betrachte mich, im nächsten Moment kommt die Stimme und flüstert, ich sei nicht mehr ganz dicht.
Hier bin ich zu viel und dort zu breit, es zählt jede Kleinigkeit.
Der Blick ist leer, der Kopf ist müde, alles ist super schwer und ich fühl mich extrem trübe.
Fett, so würde ich mich beschreiben, Fett aber vor allem einsam.
Ich möchte nicht so sein, so ganz allein. Aber wenn es Nacht wird und die Glühwürmchen rumirren, das ist alles eine
Qual. Zusätzlich stellt die Stimme mir die Wahl, Leben oder Freiheit, wie du willst, es macht aber mehr sinn, wenn du dich killst.
Ich mag mich nicht, das ist schon klar, aber der Blick in den Spiegel, macht es untragbar. Hier zu breit, dort zu fett, ich komm ja nicht mehr
Vor Verzweiflung aus dem Bett. Ich steh dann da, vor dem Spiegel und denk mir alles klar, die nächstes Diät muss und kommen und dann wird
Mir klar, sie ist ja schon da.
Ein Jahr mach ich das schon, striktes Kaloriendefizit und Verbote.., die Fastenzeit muss eingehalten werden und wehe, wenn nicht, der Essensplan darf nicht geändert werden, sonst flüstert die Stimme, ich sei nicht mehr ganz dicht…
Dabei…, ist es für jeden anderen Menschen nur… ein ganz normales Gewicht.

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1 Kommentar

  1. Wannovius

    Hallo an alle, die Muckels Texte lesen. Hört ihr ihre Hilfeschreie???? Muckel ist erst 14 Jahre.

    Wenn ja, wir müssen was tun. Aber können wir es auch?
    Vermutlich ist keiner von uns Kinder- und Jugendpsychologe,
    -therapeut oder
    -psychiater.

    lch habe mehrfach versucht Muckel zu erreichen. Dazu braucht es jedoch Fachleute.

    Liebe Muckel, sprich mit deinen Eltern. Für seelische Probleme muss sich niemand schämen. Die Gesellschaft ist heute aufgeschlossener für Erkrankungen der Seele als vor fünfzig, sechzig Jahren.

    Ich fühle mich ratlos angesichts deiner Not.

    RAT-SCHLÄGE
    Ratschläge sind meist
    gutgemeint
    Doch psychisch Kranke
    empfinden sie oft
    weniger als Rat
    denn als Schläge
    Stephan Wannovius,
    Dalian China, 11/01/26

    APHORISMUS
    Mensch, ich kann nur raten,
    nicht jedem jederzeit
    zu raten
    Stephan Wannovius, Dalian, China, 11/06/26

    APHORISMUS
    Auch die Gedanken sind ungleich verteilt
    Einige nehmen und
    machen sich zu viele
    Andere zu wenige
    Stephan Wannovius,
    Dalian, China, 11/01/26

    Liebe Muckel, du bist ein wertvoller, sensibler Mensch

    Ich wünsche dir rasche Genesung

    LG Stephan

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