Ich liege auf dem Bett. Und denke mir: „Du bist
schön!“ Du brauchst keinen Friseur mehr. Du
brauchst keinen Rasierer mehr. Du brauchst
keine Diät mehr. Und ich stehe auf. Und setze
mich an den Schreibtisch. Und finde das neue
Leben. Und die andere Wahrheit. Und die bessere
Welt. Und den Mensch der alles sagt. Er kommt
durch die Tür. Und lächelt mich an. Und ich
weiß! Ich habe alle Liebe. Und alle Kraft, so zu
sein wie ich will. Immer neu! Immer mit Ihr.
Mit allem Zauber!

Ich gehe durch die Strassen. Und denke mir:
„Du bist klug!“ Du brauchst keine Macht mehr.
Du brauchst kein Geld mehr. Du brauchst keine
Waffen mehr. Und ich bleibe stehen. Und sehe
hoch zum Himmel. Und finde das neue Wissen.
Und die andere Kunst. Und das wahre Glück.
Und den Mensch der alles weiß. Er sitzt auf
der Bank und erzählt. Und sieht mich an. Und
ich weiß: „Ich habe alles Wissen! Und allen
Glauben, so zu sein wie ich bin. Immer anders.
Immer mit Ihr. Mit aller Phantasie.

Ich sitze in einem Cafe. Und denke mir: „Du
bist wahr!“ Du brauchst keine Schlösser. Du
brauchst keine Reisen. Du brauchst keine
Aktien. Und ich bleibe still. Und greife nach
den Sternen. Und sehe alles was noch kommt.
Und singe mit Clowns. Und tanze mit Engeln.
Und reise auf Wolken. Und finde das neue
Denken. Den Mensch der mich liebt. Und
warte auf die eine Sekunde. Auf die Träume
die wahr werden. Mit denen sich alle Wunder
zeigen. Der Blick der ihr sagt: „Ich bin die
Liebe! Immer mit Dir!“

Ich habe 1000 Briefe im Kopf! So verliebt! So
wahr! So schön! Mit allem Licht das Leben
erklärt. Mit aller Wahrheit der Flügel wachsen.
Mit aller Kunst die Wünsche erfüllt. Und ich
sitze hier. Und ich glaube ganz fest. Alle
Gedanken, die ich nun los schicke. Alle Gefühle,
die ich leben lasse. Alle Zeit, die ich verschenke.
All das erreicht Sie. Mit all dem weiß Sie. Mit
all dem versteht Sie. Mit all dem sieht Sie.
Sekunden wie Feste. Tage wie Sieger. Wochen
wie Tänzer. Wo es nur sie gab! Und immer nur
geben wird!

(C)Klaus Lutz

Klaus Lutz, Anmerkung zum Gedicht

Die letzten Wochen waren der Wahnsinn.
Ich hoffe, ich kann das jetzt korrekt
beschreiben: „Dieses Gefühl!“ Nach
Jahren, wieder einmal verliebt zu
sein!“ Nein, ich versuche es besseer
nicht. Denn das kann nur schief
gehen. Ich hoffe und wünsche mir nur,
dass einige den Text mit etwas wohl
wollen sehen. Es ist der erste Text
nach Monaten. Und um ehrlich zu sein:
„Ein Wunder“ Also, ein Wunder das in
meiner kaputten ausgelaugten Birne
noch was lebendig ist. Bei all dem
Ärger mit dem Krebs. Und der Behinderung.
Und privatem Müll. Und! Und! Und! Ich
dachte mir aber: „Alles was Du fühlst!
Und alles was Du denkst! Das ist so echt!
So wahr! So schön! Also probiere es
einfach mal, die Worte dafür zu finden.
Und dabei auch wieder das Leben zu entdecken.
Die Wahrheit die einfach sagt: „Ich bin!
Also mache was! Ich will! Also gib nicht
auf! Ich kann! Also bleibe nicht stehen!
Und denke stärker! Und bewusster! Und
gründlich! Und nichts kann schief gehen.
Denn Du hast nicht aufgegeben. Und was auch
immer so an Unverständnis um Dich her ist.
Du überlebst. Alles immer kraftvoller.
Alles immer wissender. Alles immer klarer.
Und um so interessanter das Leben ist. Um
so lebendiger bleiben die Erinnerungen. Kann
sein, die Ewigkeit bekommt so etwas Würze.
Und die Gespräche in der anderen Welt, drehen
sich nicht nur um Windbeutelphilosophien.
Und wir sind wenigstens da keine Narren mehr.
Wer weiß? Also, aus den guten Zeiten hier
das beste machen. Vielleicht gelingt so
wenigstens die Revolution im Schattenreich!
So weit! So gut! Klaus

Die Heilerin
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