„Ich habe keine Freunde, ich habe Familie“
Ein Satz aus einer meiner Lieblingsfilm Reihen, welchen ich mir immer zu Herzen genommen habe.
Für mich waren meine Freunde immer mehr als nur Freunde denn sie haben meine Familie ersetzt, zumindest in dem Teil indem ich mit ihnen über alles geredet habe. Das konnte ich mit meiner Familie nie.
Meine Freunde waren immer für mich da wenn ich sie gebraucht habe, im jeder Lebenslage, gut wie schlecht.
Und so fällt es mir nicht schwer sie als meine Familie zu bezeichnen.
Umso schwerer fällt es einem dann los zu lassen.
Niemand will einen Freund verlieren und noch weniger ein Familienmitglied, aber für jemanden der kein Backup hat wie eine Familie bei dem Verlust eines Freundes oder ein Freund bei dem Verlust eines Familienmitgliedes, jemanden der sein ganzes Leben lang auf diese eine Person gebaut hat und alles mit ihm teilen wollte. Für so eine Person ist es gleich doppelt schwer. Dieses schöne Gefühl von Rückenwind verschindet und man erkennt dass man nun allein dar steht. Man hat alles auf die eine Karte gesetzt und alles dafür riskiert nur um am Ende vor eine Wand zu laufen. Das wäre schon schlimm genug wenn es nur darum gehen würde dass diese Person langsam aus deinem Leben verschwindet aber noch schlimmer wenn du weißt dass diese Person sich bewusst gegen dich entschieden hat.
Es fühlt sich an wie ein tiefer Schlag in die Magengrube, wie ein Brett vor dem Kopf und wie ein Schlag ins Gesicht zu gleich.
Es ist schwer mit etwas derartigem umzugehen, erst recht unter dem Aspekt dass man sonst in ähnlich schrecklichen Situationen immer jemanden an seiner Seite hatte, welcher nun fort ist.
Ich habe meine gesamte Clique, meinen besten Freund, den ich kenne seitdem ich laufen kann und meine „Familie“ verloren.
Ich geb es nicht gerne zu aber manchmal fühle ich mich deswegen hilflos umhertreibend weil ich mein ganzes Leben danach gerichtet hatte.
Ich hatte meine Zukunft mit Ihnen geplant und so stand ich erstmals planlos da und musste mich neu orientieren.
Und das tat ich. Ich besinnte mich auf das was mir Spaß machte und worauf ich Lust hatte und begann mein eigenes Leben neu zu sortieren und aufzubauen.
Und jetzt stehe ich kurz vor dem Studium, habe eine schöne WG gefunden mit einem netten Mitbewohner, finanziere mich selbst durch Arbeit und steh mitten im Leben.
Ja, mein Leben hat sich komplett geändert und ja so hatte ich es mir nicht vorgestellt aber Nein ich würde es nicht mehr eintauschen wollen.
Ich bin glücklich mit dem was ich habe und mit dem der Ich bin und würde nicht mehr zurück gehen wollen.
Es war eine schwere Zeit aber ich hab mich da raus geholt und das schaffst auch du.
Egal was für eine Scheiß Zeit du grade durch machst, ich glaube an dich dass du das schaffen kannst und das du das beste drauß machen kannst.
Oder wie Thanos einst sagte „Na schön, ich kümmere mich selbst darum“

Selbstvertrauen
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