aurea mediocritas

von | 23.Aug.2022 | Poesie, Weisheiten | 5 Kommentare

Bereits dem Römer war es doch sonnenklar:

Segle nicht zu weit ins große Meer hinaus,

aber auch dem Ufer komme nicht zu nah.

 

Lehne dich nicht allzu weit aus dem Fenster,

sonst droht dir eine schwerwiegende Gefahr.

Untätigigkeit jedoch formt den stillen Narr.

 

Vergraut und Verstaubt sind die alten Denker –

die Mitte ist es dennoch, die gülden bleibt.

Nehme den Kurs in die Hand: Sei der Lenker.

 

Natürlich entreißt so manchmal das Steuer:

Der Kurs ist nun ein unkontrolliert neuer.

Doch nur so entdeckst du unberührtes Land.

 

Weisheiten sind anregend, so schön und gut.

Absolution schwärzt sie jedoch, macht sie kaputt.

 Erkennst du dazwischen die Treppe der Graustufen?

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5 Kommentare

  1. Stephan Wannovius

    Nicht immer ist die goldene Mitte gut.
    Im Glauben an Jesus Christus dürfen wir uns keine lauwarme Gesinnung erlauben. Da gibt es nur heiss oder kalt!

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    • Leonidas Gräbner

      Das bleibt nun mal Interpretationssache. Die Auferstehung Ihres geliebten Jesus Christus kann beispielsweise auch als Etwas zwischen den Extremen Tod und Leben angesehen werden, wenn man das möchte.

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  2. Stephan Wannovius

    Die Auferstehung Jesu und der Toten sowie das ewige Leben
    sehe ich eher als Antithese zum Tod und als dessen endgültige Überwindung.
    Christsein ist in Deutschland nicht Mainstream, aber weltweit doch recht verbreitet. Deutscher Atheismus und deutsche Glaubenszweifel zeugen wieder einmal von einem gefährlichen deutschen Sonderweg.

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  3. Stephan Wannovius

    Glückwunsch – mit einem Gedicht dabei. Und es gehört seit Tagen zu den beliebtesten!

    Antworten

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