Dürstende Tannen

von | 30.Dez.2020 | Poesie | 0 Kommentare

 

Dürstende Tannen

 

Jahrelang ohne Wasser auskommen,

Die Heißzeiten vermehrt als Tatsachen erleiden

Und keinen Wachstumsschub mehr bekommen,

Womit die Nöte sich weiter ausbreiten –

 

Das ist auch der Tannen schieres Leben,

Sie dürsten und niemand hört ihren Schrei.

Kann es denn nicht endlich Regen geben?

Ist dies den Menschen wirklich einerlei?

 

Komme doch Regen auf, gerne auch Schnee,

Zu warm sind die Wolken und Wälder!

Doch kein Schlitten, kein Kind mit einem „Juchhee!“

Und trockengrau bleiben die Felder…

 

Dann erbarmt sich der Schnee doch der Tannen

Und nachweihnachtlich trifft Schneestieben ein.

Endlich dürfen sie sich wieder entspannen,

Denn so kann Neujahrssegen bei ihnen sein.

 

Mit den Schneewolken keimt die Hoffnung auf,

Dass langsam mit niederen Temperaturen

Das Neujahr nimmt einen versöhnlichen Lauf:

Schneewasser erreicht die Wälder und Fluren.

 

 

©Hans Hartmut Karg

2020

 

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