Ich habe, meinen eigenen Staat, gegründet. In der
Ecke meines Zimmers. Und diesem Staat habe ich
Frieden versprochen. Und diesem Staat habe ich
Gerechtigkeit versprochen. Und diesem Staat habe
ich Wahrheit versprochen. Und wenn ich in der
Ecke sitze. Und einen Tee trinke. Und über die Welt
nachdenke. Und über Freunde. Und über das Leben.
Und über die Liebe. Dann funktioniert dieser Staat.
Und die ganze Welt liebt Ihn. Und will Freundschaft
mit Ihm. Und ich weiß: „Für den Mensch ist alles
Gute möglich!“

Ich habe, meinen eigenen Staat, gegründet. In der
Ecke meines Zimmers. Und diesem Staat habe ich,
das Wunder, verspochen. Freundschaft mit allen
Nachbarstaaten. Freundschaft mit allen Menschen,
die Ihn besuchen. Freundschaft mit allen Gesetzen,
die er beschließt. Und wenn ich in der Ecke sitze.
Und mit Nachbarn rede. Und ein Buch lese. Und
das Leben verstehen will. Und den Mensch. Und
Gott. Dann funktioniert dieser Staat. Und all die
anderen Staaten lieben ihn. Und ich weiß: „Für den
Mensch ist alles Wahre möglich!“

Ich habe meinen eigenen Staat gegründet. In der
Ecke meines Zimmers. Ich dacht mir: „Sei Dein
eigener Politiker!“ Dann hältst Du alle Versprechen!
Dann kannst Du wirklich Frieden schaffen!“ Und
zeigen, das es Ehrlichkeit gibt. Und Größe. Und
Wahrheit. Und wenn ich in der Ecke sitze. Und die
Stille geniesse. Dann sehe ich das Leben neu.
Und liebe, alles was ich denke. Und liebe, alles
was ich plane. Und liebe, alles was ich will. Und
bin, ohne jede Gefahr, für die Welt. Und weiß es:
„Nichts kann diesen Staat zerstören!“

(C)Klaus Lutz

PS. Am 2.7.2017 um 21:01 zuerst hier auf:
www.e-stories.de veröffentlicht!

Klaus Lutz, Anmerkung zum Gedicht

Der Staat

Ein reicher Mann! Der alles
besass was man nur besitzen
kann. Kaufte sich alle Leute
die es noch gab. Um Ihn zu
beschützen. Eines Tages
bekam er Besuch,
von einem Freund.
Und sie redeten hin und her.
Bis der Freund sagte:
„Du hast alles!
„Du hast keine Feinde!
„Und wirst von niemandem bedroht!
Vor was sollen sich denn diese
Menschen schützen!“
Der Mann lächelte und sprach:

„Vor Ihrer Freiheit!“

(C)Klaus Lutz

Der Text ist von 1980/81! Damals habe ich in der Liebenwalder Straße 42 gewohnt. (Die Wohnung hatte ich, von einem Arbeitskollegen, übernommen!) Ich hatte einen guten Job. Und viel Freizeit. Und war oft in Cafes. Bin 3-4 mal die Woche gejoggt. Und war in, eíner christl. Teestube, engagiert. Und habe Gedichte geschrieben. Und 50 Meter von meinem Haus entfernt, gab es einen Rat und Tat Laden. Und da fanden, eines Tages, offene Lesungen statt. Von einer Literaturgruppe, die sich da einmal die Woche traf. Von einem Norbert Tefelski initiiert. Und da habe ich dann zum erstenmal gelesen. Den Text: „Der Staat! Smogalarm! Die Wohnung nebenan! Der Mensch! Die Fliegen! Der Strom! Bleibe! Nun! Im Kellerrestaurant eines Kaufhauses! Die Wolken stehen! usw. Alles Texte die ich auch hier veröffentlicht habe. Meine Nachbarin war eine Beate Sohns! Das ist alles ewige Zeiten her. Und das Schreiben interessiert mich immer noch! Und immer noch diese Themen. Deswegen noch einmal das Gedcht „Der Staat“ von damals. So als Vergleich! Ich bin immer noch ziemlich verspielt! Und verträumt, wenn ich schreibe. Und glaube wirklich das sich etwas ändern lässt, auf dieser Welt. Ich weiß nicht ob ich recht habe. Aber es macht immer noch Spaß, mit den Worten zu spielen. Und von, einer besseren Welt zu träumen. An Märchen zu glauben ist immer gut. Denn darin ist die Wahrheit so klar. Das was man Gut nennt. Und das was man Böse nennt. Und das lässt an eine klare Sprache denken. Und erinnert so irgendwie daran, wie wichtig Träume und Spiele sind. Denn das Unglaubliche geschieht immer wenn Träume wahr werden. Und das spielen, mit Worten, wirklich die Welt verändert. Und das kann geschehen. Im Kleinen. Im Grossen. Jeden Tag. Die Kunst dabei ist nur, den Glauben an seine Träume nicht zu verlieren. Und so irgendwie, war da mein Leben nicht so ganz sinnlos. Denn ich glaube immer noch an meine Träume. Und das dieses Spiel, mit den Worten, einen Sinn hat. Und das wird sich auch nicht ändern. Kann sein Jemand gefällt das Gedicht. Die Idee, das die Veränderung im Kleinen beginnt. Irgendwo an einem Platz voller Frieden. Wo es alle Klarheit geben kann. Mit allen Sätzen. Mit allen Gedanken. Ich wollte es zuerst noch einmal überarbeiten. Ich lasse aber mal die erste Fassung stehen. Und sehe es mir, in ein paar Tagen, noch einmal an. Klaus

Der Staat
Beitrag bewerten

Share This