Du hast meine heiligen Tempel verlassen, bist einfach gegangen, als ich dich am meisten brauchte

Ich bin dann in die Wüste gezogen, hab noch mal von vorn angefangen, auf den Bergen Sinais habe ich in den Himmel geschaut.

 

Das Holz, das du gestapelt, das für unseren Kamin gedacht war, es brennt am Lager, wenn ich das Feuer am Abend entfache, doch wärmt es nicht, denn an uns denk ich nachts.

 

Wenn am fremden Himmel morgens die Tauben gurren und an Litfasssäulen bunte Poster sind zu sehn, denk ich an die Zeit die wir zusammen gewesen, ich möchte noch mal die Maiwiesen blühen sehen.

 

Schicksale, die du niemals verstehen wirst, und all die Leben, die wir jemals lebten, sind voller Früchte und neuer Blätter, um dann im Herbst die Farbe zu wechseln.

 

Doch nach dem Tode geht es weiter, Spuren nicht in den Sand gesetzt, ein nächster Frühling steht schon auf der Leiter, pflückt Blüten, die der Herbst nicht kennt.

 

Und mit den Winden gehen die Segel weit hinaus aufs offene Meer, sie setzen sich jeder Tyrannei entgegen, durchkämmen die Wellen, sind weit gebläht.

 

Schau nur in den neuen Morgen, wenn Schwalben gegen Süden ziehen, alles, was kommt, muss einmal vergehen, doch ich weiß, wir werden uns wiedersehen.

Lebensleiter
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