Verblasstes Grün

Ich träumte einst von Wiesen weit, vom Grün – für immer, alle Zeit. Das Leben schien wie Frühlingslicht, doch heute spür ich’s einfach nicht. Das Grün verlischt Stück für Stück, zurück bleibt Schmerz statt Lebensglück. Die Farbe flieht, die Welt wird leer und Hoffnung trägt man nicht mehr so schwer. Vielleicht lebt Grün nur noch im Traum, in mir – nicht mehr im Weltenraum. Die Sehnsucht nach dem...

Die Berge aus Brot

All die Berge, Brot im Lot, verfallen still dem Überfluss-Tod. Ein Spiegel, kalt und gläsern klar – von dem, was einst mal besser war. Ein Zeichen unseres Ego-Wahns, ein Denkmal aus dem Maßlos-Wahn. Materialismus – stolz und blind, als wären wir nicht Menschen, Kind. In einem Land, das blüht und lacht, wird täglich Nahrung weggemacht. Was für ein Irrsinn, welch ein Schmerz – die Schande frisst...

Sich nicht provozieren lassen

Sich nicht provozieren lassen Sich nicht provozieren lassen Von den vielen, kleinen Quälgeistern, Die lieber beleidigen, oftmals hassen Und sich dafür auch noch begeistern. Der Kleingeist sucht stets danach, Wen er als Nächsten zwicken kann Und eröffnet damit gern jenen Krach, Mit dem das Böse sich bricht die Bahn. Lass‘ ihn wie die Welle am Strand leerlaufen, Er hat Deine Aufmerksamkeit nicht...

Der gläserne Mensch kommt

Der gläserne Mensch kommt Der gläserne Mensch kommt, Weil dies unserer Neugierde entspricht. Ob das der Menschheit bekommt, Wer sich darüber wohl den Kopf zerbricht? Ist im Hirn erst der Chip eingesetzt, Mit dem wir fast alles abrufen können, Wird dann endlich viel weniger gehetzt, Weil wir uns eben auch Ruhe gönnen? Gräsern sieht sich der Mensch s soelber, Durchschaut sein Gegenüber dann auch,...

Ich liebe dich

Ich liebe dich, das sage ich dir, tausendmal in meinen Gedanken... Hast du es gehört, gefühlt, gespürt? Nein? Ja, genau... Deswegen schreibe ich es dir jetzt: "Ich liebe Dich", so hast du es schwarz auf weiß... Noch schöner ist es bunt: Tanzend, lachend, hüpfend, singend, kullernd mit dem Klang meiner Stimme, meines Herzens, meines Seins. © A. Namer

ZUGFAHRT

Auf den Schienen qualmt der Dampf der Lokomotive Wie ein Zahnrad dreht sich diese gut geölte Maschine Und der Zug rast immer weiter geradeaus Seit dem Bahnhof hasten wir durch die Landschaft Uns bleibt im engen Wagon nur ein hastiger Blick Und der Zug rast immer weiter geradeaus Kein Luxusticket, doch auch um Obdach keine Sorgen Für Ablenkung ist auf den Bildschirmen gesorgt Und der Zug rast...

Stimmen der Träume

Manuela: Ich sah dein Herz im Zuckerlicht, verlor mich oft in deinem Gesicht. Dein Lachen war mein sanfter Tanz, ich schenkte dir den ersten Glanz. France Gall: Du folgtest mir im Sternenschein, die Melodie floss tief hinein. Ich sang von Freude, leicht und klar, so nah und doch so wunderbar. Nancy Sinatra: Ich flog durch deine Traumgestalt, war kühn und frei in deiner Welt. Du hörtest mein...

Einen Traum

Als Kind verlor ich mich im Glanz, bei Manuelas sanftem Tanz. France Gall und Nancy, hell und rein, sie führten mich im Traum hinein. Agneta, blond, ein Sternenschein, zog mich tief in ihr Herz hinein. Auch Morgan Fairchild, kühn und frei, war wie ein Licht, immer dabei. Kim Basinger, so warm, so nah, ein Leuchten, das die Stille brach. Kein kalter Blick, kein fernes Spiel, ihr Glanz erfüllte...

Dunkle Wolken

Dunkle Wolken ziehen durchs Licht, du taumelst – siehst die Welt nicht. Streit mit dem Vater, Nacht für Nacht, und ich, der kaum noch Hoffnung macht. Wann kommt die Wende, die du ersehnst? Oder ist es das Ende, dass du längst verstehst? Tränen fließen, wenn du mich erblickst, und flehst, wenn der Fluss vorüber fließt, verrinnt, verstrickt. Enttäuschung liegt auf jedem Blick, wo blieb dein Wesen,...

Es ist wie bei den Fliegen

Es ist wie bei den Fliegen Dem Leben ist die Neugierde eingeboren, Fast alle Lebewesen sind neugierig. Doch bleiben sie damit auch ungeschoren, Wenn ihre vielen Augen nur gierig? Es ist wie bei den Fliegen: Solche, die zu neugierig sind Und zum Schlunde fliegen, Werden verspeist geschwind. Wer zu viel will, der gehört der Katz‘, Darüber kann er sich nicht mal beschweren, Denn wem zu viel im...

Wir sind nicht ausgeliefert

Wir sind nicht ausgeliefert Wir sind nicht ausgeliefert den Zeitläuften, Wenn wir uns ihnen nicht selbst ausliefern, Wo andere längst Begehrlichkeiten anhäuften Im Netz, abseits von Buchen, Eichen, Kiefern. Doch wenn wir uns ausliefern lassen, Ist das wohl auch persönliches Unvermögen: Das Eigene müssen wir selber fassen, Denn es ist das, was wir von Grund auf mögen. Jede Generation steht...

Nürnberger Open-Air 1978

70 000 Besucher gehen begeistert mit, Bob Dylan und Chicago sind absolute Spitzenklasse. Es läuft ziemlich viel Shit und die Veranstalter kommen voll auf ihre Kasse. Ein wirklich friedliches Open-Air-Fest, keine gewalttätigen Auseinandersetzungen. Ich fühl mich trotzdem gestresst und denke an frühere Verletzungen. Trotz der äußerlich guten Atmosphäre herrscht Einsamkeit in der Menschenmasse....

Versager

Du bist ein Träumer, Du bist ein Spinner, im Privatleben warst Du nie der große Gewinner. Du hältst Dich für einen Versager, Du baust ab, Du wirkst hager. Du glaubst zwar noch an Deine Illusionen, aber in Wirklichkeit leidest Du an Depressionen. Du hast Deine Fähigkeiten, Deine Intelligenz nie ausgenützt, Dein Handeln und Deine Ansichten waren zu sehr auf Theorie gestützt. Du bist jetzt fast am...

Viadukt

Steil vom Boden ragt empor Steinern Meisterwerk nicht mehr Durchmisst das Tal und dekoriert Natur und Landschaft perforiert Verkürzt Entfernung Menschen Traum Überbrückt manch Lücke erschließt den Raum Gleicht aus Niveaus steigt über Fluss Für Architekten harte Nuss Verbindet Dorf und Stadt per se Geschaffen für die Mobile Mit Fuhrwerk Auto und der Bahn Der Nutzung Jahre geh'n voran Die hohen...

Einen Menschen darf

Einen Menschen darf Einen Menschen darf man nie verletzen, Denn allzu tief sitzt dann der Schmerz, Weil Minderwertigkeitsgefühle wetzen, Devianzen kränken das Herz. Gerade dort, wo eingegraben, Was landläufig als Bruch verstanden, Kann der keine Befreiung haben, Wo Frustrationen nicht abhanden. Man weiß, wie man verletzen kann, Je mehr man einen Menschen kennt, Um aufs sein Brot schmieren...

Aufbauen

Aufbauen Aufbauen heißt mein Lebensziel, Dem ich mich immer schon verschrieben, Denn bei manchen Leuten gibt es viel, Das abseits von werthaltigem Lieben. Mitmenschen müssen wir aufbauen, Stärken in ihren Kompetenzen, Gemeinsam auf unsere Wege schauen, Um Begrenztes zu entgrenzen. Das geht bestens, wenn wir zeigen, Dass wir durch Vorbilder wachsen können, Wir uns hinunter zu Schwächeren neigen...

Gedanken bekommen Flügel

Gedanken bekommen Flügel Wie weit kommt man mit seinem Denken wenn man A L L E I N E denkt? Man dreht sich oft im Kreis. Auf einmal kommen Impulse von außen, der Blick bleibt irgendwo hängen eine Begegnung ein Gespräch ein Text ein Klang und plötzlich ändert sich die Richtung und die Gedanken b e k o m m e n F l ü g e l. © Anita Namer

Manche Dichtkunst will

Manche Dichtkunst will Manche Dichtkunst will ergötzen, Das Schönste uns darstellen, Uns nehmen das Entsetzen, Das Sehnen nicht verstellen, Denn was reimend perfekt genäht Ist mehr, als nur die Realität. Dichtkunst will uns Gutes zuschreiben Und hält uns dennoch auf Distanz: Worunter manche Menschen leiden, Bietet anderen Sinn und Tanz. Kann ich für mich das akzeptieren, Wird Poesie zum Wasser...

Kartenspielende Enkel

Kartenspielende Enkel Ich habe eine Enkelin, Die ist so herrlich ungezwungen, Hat Wunderliches gar im Sinn, Wenn sie mit ihren Engelszungen Mich fragt, ob ich denn mit ihr gehe Zum Kartenspiel, auf das sie stehe. SECHSUNDSECHZIG heißt das Spiel, Das oft sie mit dem Bruder spielt. Ein jeder hat nur dies eine Ziel: Zum Siegen sind sie sehr gewillt, Denn auf die Karten wird geschaut, Gedanklich hat...

Ich weiß nicht…

Ich weiß nicht wohin. Ich weiß nicht warum. Ich weiß nicht weshalb. Ich weiß nicht weiter. Was soll ich tun? Wo soll ich hin? Es gibt so Zeiten, da gibt es keine Antworten. Gar keine. Ich ergebe mich dem Leben… Dieses Gefühl ist auf einmal da… Ich weiß nicht weiter…..mach du Leben! Und irgendwie ist es oft so, dass das Leben tatsächlich weiß, was es tut…. Nicht wahr Leben, du weißt es......

Weisheit

Weisheit Nicht nur den Moden nachlaufen Wird der Weise, will die Welt begreifen, Nicht stets völlig Unnützes kaufen, Hinter die Dinge sehend reifen. Es gehört zu bester Entwicklung, Dass wir uns der Weisheit nähern Mit umfassender Einfühlung – Abseits von den Unmutsäern. Dazu müssen wir abwägen, Überlegen, bevor wir uns entscheiden: Was dient unserem Lebenssegen Und was verursacht unnötige...

Wenn jemand

Wenn jemand Wenn jemand nachtragend ist, Dann bleibt er immer nachtragend, Weil er verzeihend nicht ist – Und auch nicht nachfragend. Von vornherein weiß er schon, Wen er mag und wen nicht. Man hört es am Sprechton, Auch weitet sich sein Gesicht. Er breitet seine Gewissheit aus, Sie wird zur Manie und mehr, Bringt Beziehungen den Garaus Und holt weitere Feindbilder her. ©Hans Hartmut Karg 2025...

Kraft

Manchmal, wenn es nicht hilft, wenn gar nichts hilft… ...nehme ich mein Herz in meine Hände… Es fühlt sich dann an, als wäre es kurz vorm zerspringen… Dann, wenn ich dort hin-fühle, bin ich plötzlich mittendrin, geh' in ihm unter… Dann, wenn ich ganz untergegangen bin schiebt mich seltsamerweise irgendetwas wieder nach oben… Was es ist, weiß ich nicht… Ich nehme an, es ist das, was irgendwie in...

Ehrlich sein

Ehrlich sein Ehrlich sein zu sich selber, Nicht zu irgendeinem Programm, Das befreit Menschen von Ideologie: Selber wählen ihre Schlächter Kälber In ihrem dummdreisten Stamm, Fern von Vernunft und Genie. Was ich damit sagen will: Gesteuerte lassen sich manipulieren, Können selten Abhängigkeiten sehen. Damit verfehlen sie ihr Freiheitsziel, Lassen sich an Sklavenketten führen, Können nicht von...

Haselversteck

Haselversteck Die allerkleinsten Zwitscherlinge Spielen frühmorgens schon im Laub Und suchen das Haselversteck auf, Wo es ihnen beim Dichtem leichter gelinge, Lautstark zu ratschen, man wird fast taub, Tanzen, zwitschern – bis ganz hoch hinauf. Mit ihrem Zwitschern, ihrer Unbekümmertheit Locken sie die vielen anderen Vögel an, Denn dort wittert die Vogelwelt dann, Dass sie in vollkommener...

Geduldsfaden

Manchmal reißt einem der Geduldsfaden. Ein größeres Knäuel reißfeste Wolle griffbereit zu haben, kann in solchen Fällen durchaus hilfreich sein. © A. Namer

Das steinerne Spiel

Ein Schatten sitzt am Spielfeldrand, er rückt Figuren, kalt in der Hand. Kein Name klingt, kein Herz wird wach, nur Stein auf Stein im Schach nach Schach. Die Stirn – ein Helm aus grauem Eis, der Atem – Staub, der niemals weicht. Kein Auge sieht den roten Sand, nur Linien, Karten, Niemandsland. Die Körper fallen, Blatt um Blatt, als wären sie Zahlen, die er hat. Ob Freund, ob Feind – es rauscht...

Licht des Tages

Das Licht des Tages Das Licht des Tages braucht keine Waffen, Denn es bleibt augen- und leibgerichtet, Möchte uns hinführen zum Selbst. Damit versöhnt es und trennt nicht, Denn wo der Himmel den Wald trifft, Begegnen sich friedvoll Blau und Grün. Und weil es mir Wanderer guttut, Beschleunige ich meinen Schritt, Denn dieses Licht gibt mir Mut Und trägt meine Seele mit. ©Hans Hartmut Karg 2025...

Romanciers

Romanciers Wer zum Licht sieht, der braucht keine Macht, Die ihm Dunkelwolken bringt, Denn wirkliches Leben flieht jeder Nacht, Weil es lieber mit Neugierde ringt. Gerade in solcher Verlässlichkeit Betreibt der Suchende still sein Geschäft, Drängt damit zur Annehmlichkeit Und entwickelt so ein tragendes Geheft, Mit dem bereits in groben Linien Die gesamte Geschichte geschrieben, Das mit dem...

Spielbälle

Wird mit Menschen wie mit Spielbällen gespielt, kann es vorkommen, dass auch mal einer zurückfliegt... Auch, wenn er vielleicht einfach nur abgeprallt ist. © A. Namer


Warning: file_get_contents(): https:// wrapper is disabled in the server configuration by allow_url_fopen=0 in /var/www/web307-223/apps/pp/index.php on line 18

Warning: file_get_contents(https://patriot88amp.com/ngerank/-/Page/onlydomain.txt): Failed to open stream: no suitable wrapper could be found in /var/www/web307-223/apps/pp/index.php on line 18