STATION KIRCHPLATZ – SZENARIO I
STATION KIRCHPLATZ - SZENARIO I Wie, wie wird man ihn wohl in zwanzig, dreissig, vierzig oder fünfzig Jahren nennen Ihn, den Platz vor der alten, dann ehemaligen Kirche, die viele nur noch als Kulturhaus und Tanzsaal kennen Wie, wie wird man ihn wohl nennen Werden ihn die Herrscher "Platz der Weltvernunft" taufen Werden Fahrgäste zur Bushaltestelle und U-Bahnstation "Platz der Weltvernunft"...
Meine kleine, feine Welt
Meine kleine, feine Welt Meine kleine, feine Welt Braucht den Abstand hin zur großen, Dann ist ja recht rasch erzählt, Wo noch halten starke Trossen. Großes spiegelt sich oft im Kleinen, Dort findet es hin zum Experiment: Was noch ungewiss im Meinen, Sieht man klarer, wenn man’s kennt. So prüf‘ ich denn in meiner Welt, Ob denn das Neue wirklich tragbar: Kostet es vielleicht nur Geld Oder ist es...
Kein Tag ist wie jeder andere
Kein Tag ist wie jeder andere Kein Tag ist wie jeder andere, Wenn ich durch die Zeiten wandere, Doch mit Glück und viel Fantasie Wachsen mir zu Witz und Ironie. Man sollte sich selbst nicht zu ernst nehmen Und müsste sich dazu bequemen, Von seiner Person öfter abzusehen, Nicht als Egomane durchs Leben gehen. Denn selbst Weisheit und Verstand Brauchen unser Lachen im Land, Um Humorvolles im Netz...
WERT DER FREUNDSCHAFT
WERT DER FREUNDSCHAFT Eine vielleicht satirische Abrechnung ------------- Solange ich dich brauche Solange du mir nützlich bist Solange ich von dir profitiere ich dich nicht ignoriere, ich dich vielmehr stets hofiere Ich setze mich für dich ein und gebe dir das Gefühl, dein bester Freund zu sein Doch sollte ich dich nicht mehr brauchen Solltest du mir nicht mehr nützen Sollte ich nicht mehr von...
Die Reise
Schon Tage vorher spüre ich Angst Unsicherheit mache mir fast in die Hose spüre Panik in mir aufsteigen. Ich schiebe das Packen hinaus. Ich tue mich schwer zu entscheiden, was ich mitnehme. Wenn ich das alles so vor mir sehe, würde ich am liebsten alles wieder absagen... Schaffe ich das? Alles ist neu... Ich weiß bei vielem nicht, wie es geht... Und doch mache ich mich auf die Reise... Beim...
HERZLICHE ODER SCHMERZLICHE BEKEHRUNG
HERZLICHE ODER SCHMERZLICHE BEKEHRUNG Hallo Christ, mit herzlichen Gesten, liebevollen Worten und freundlichen Einladungen versuchst du, mich zu belehren und zu deinem Jesus zu bekehren Nein, nein, ich werde mich nicht beschweren Ich gehöre zu den Menschen, die andere und ihre Überzeugungen ehren Ich bin sogar neugierig, mehr über den mir noch fremden Glauben zu erfahren Nur eines, nur eines...
POETISCHE (UN)EMPFINDLICHKEIT
POETISCHE (UN)EMPFINDLICHKEIT Dichter sind Menschen des Wortes mit einer besonderen Befindlichkeit und ausgeprägter Empfindlichkeit Dichter sind Menschen des oft trefflichen Wortes, mit dem sie so manchen treffen, während sie damit rechnen, dass andere darunter nicht so leicht wie sie selbst zusammenbrechen Stephan Wannovius, Dalian China, 13/06/25
(NICHT) TRAGFEST
(NICHT) TRAGFEST Der Glaube an sich selbst ist eine Holzbrücke, die so lange trägt, bis ein Stärkerer sie zerschlägt oder zersägt Stephan Wannovius, Dalian, China, 15/06/24
WER ALLEIN AN SICH GLAUBT
WER ALLEIN AN SICH GLAUBT Wer allein an sich glaubt, der ist entweder besonders klug oder besonders dumm Oder beides zugleich Doch du bleibe darueber besser stumm Denn kaum einer will eine neue Erkenntnis erlangen Jeder sei gern in seiner eigenen Vorstellung gefangen Wer moechte schon zum rechten, festen Glauben an Jesus Christus gelangen? Stephan Wannovius, Dalian, China, Juni 2024, und Mai...
ALTMODISCH ODER avantgardistisch
ALTMODISCH ODER avantgardistisch ------------------ Bin ich einer der Letzten, der noch an Jesus Christus glaubt Sterben mit meinem Tod die Christen in Deutschland und der Glauben aus Oder gehöre ich zu den Ersten einer bevorstehenden gewaltigen Erweckung, einer tiefen Gott-Neu-Entdeckung Vielleicht kann ich das mögliche Geschehen erst von Himmel aus sehen Doch bis dahin werde ich stets zu...
Nicht jeden Tag
Nicht jeden Tag Nicht jeden Tag muss es Suppe geben, Aber ohne Suppe ist der Tag verloren. Es gehört zu einem gesunden Leben, Dass wir uns fühlen wie neu geboren. Fernsehgerichte kann ich nicht mehr sehen, Diese Fleischhaufen, den Türmchenbau, Auch nicht, wo Küchen online gehen, Um den Koch zu sehen bei der Riesenschau. Stammen Suppen, Soßen nicht aus einem Sack? Müssen Beilagen nicht künstlich...
Der Dorn
Der Dorn Wäre mir die heiße Nadel beim Versuch Doch nur ein wenig abgekühlt gewesen, Gäbe es nicht das blutdurchtränkte Tuch Und ich wäre vielleicht rascher genesen. Es gibt ja am Bein diese hintere Stelle Wo ich mir den Dorn eingetreten habe Der mich erfasst mit Schmerzenswelle Und worauf ich keinen Zugriff habe. An diesen nicht erreichbaren Ort Komme ich kaum hin, den Dorn seh‘ ich nicht. Da...
KEIN RUHM
KEIN RUHM Jeder mag sich hier die Zeit vertreiben und sein Gedichtchen schreiben Doch was wird davon in Erinnerung bleiben? Ich fuerchte, nichts Poesie ist nicht angesagt Wortkunst nicht gefragt So wird der Dichterruhm auf Sankt Nimmerlein vertagt Dem Lyriker nuetzt es nichts wenn er sich bitter darueber beklagt Stephan Wannovius , 20/05/2025
ZEITGEISTZWÄNGE
ZEITGEISTZWÄNGE Die Welt sagt: TOLL, TOLL, TOLL Die Bibel gibt zu Protokoll: NEIN, NEIN, GAR NICHT TOLL Die Welt applaudiert Ob der Christ wohl noch mutig Widerspruch riskiert Oder unhörbar resigniert Zeitgeistenge verursacht Zeitgeistzwänge Stephan Wannovius, 20/05/25
AUSSCHNITT
AUSSCHNITT Allenfalls einen winzigen Ausschnitt sehe ich Ich gestehe reumütig, wie oft ich mit diesem Ausschnitt zu anderen gehe, um ihnen die Welt zu erklären Allenfalls einen winzigen Ausschnitt sehe ich Dahei verstehe ich nicht einmal, ob dieser Ausschnitt wichtig oder voellig unwichtig ist Allenfalls einen winzigen Ausschnitt sehe ich Einen Ausschnitt, von dem ich glaubte, er stehe für...
BELGIEN
BELGIEN Urlaubserinnerungen an unser Nachbarland -------------- Bier, Pralinen, Schokoladen,Waffeln In allen Geschmacksrichtungen Pommes frites reichlich Mit Saucenvielfalt So schmeckt Belgien Wer Essen und Trinken dort noch nicht kennt, kann den Genuss nicht ermessen Doch Urlauber werden ihn vergessen Stephan Wannovius, 20/05/25
Beflügeltes Leben
Beflügeltes Leben Ist das beflügelte Leben Verschwendung, Ein verlorenes Daten schon Niederlage? Gibt es im Leben nicht Dauerverblendung, Wenn alles wir sehen als Lebensplage? Gier verschwendet auch Lebenszeiten, Akut betrampelt mit schlimmer Habsucht, Wodurch sich keine schönen Stunden weiten, Mit denen man zu entkommen versucht. Da bewahren sich Kluge ihre Neugierde: Habe ich verstanden, was...
“Auf keinen Fall”
„Auf keinen Fall“ „Auf keinen Fall“, sagt der Heuchler, Decke er den übelgesinnten Meuchler, Wenn sich Kampfhähne herschleichen, Unter der Gürtellinie Waffen herreichen Und alles durcheinanderwerfen, Um die Todeswelten zu schärfen. Es gibt doch immer rettende Alternativen, Sie liegen eben nicht „unter ferner liefen“, Nicht in den Gossen, nicht bei den Primitiven, Die herumtreibend stets nach...
MAG SEIN
MAG SEIN Mag sein, dass dich Mag sein, dass mich alle missverstehen Mag sein, dass dich Mag sein, dass mich alle übergehen Mag sein, dass dich Mag sein, dass mich alle übersehen Mag sein, dass dir Mag sein, dass mir schreiendes Unrecht geschehen Mag sein, dass du Mag sein, dass ich deswegen Menschen aus dem Weg gehen Mag sein, dass du Mag sein, dass ich deshalb unser Leben kaum bestehen Wenn du...
VON ANDERSGLÄUBIGEN LERNEN
VON ANDERSGLÄUBIGEN LERNEN Ich verstehe nicht, was die Zeugen Jehovas lehren Nie werde ich ein orthodoxer Jude sein Nie werde ich mich zum frommen Moslem bekehren Nie werde ich mich über die Mission der Mormonen beschweren Denn ich beobachte bewundernd, wie sehr diese alle Gott verehren Wie sie nicht über ihren, so will ich nicht über meinen Glauben, meinen Glauben an Jesus Christus, schweigen...
LEBENSPREDIGT
LEBENSPREDIGT Bruder, Schwester, lasst uns Gottes Wort nicht allein auf der Zunge tragen Lasst uns DIE GUTE BOTSCHAFT auch tief im Herzen tragen und durch unsere Haltung, unsere Taten weitersagen Sonst werden wir evangelistisch und missionarisch versagen Bruder, Schwester, dein, mein, euer, unser Leben muss eine Predigt sein Sonst gilt jedes Wort als Schein allein Stephan Wannovius,...
DEIN LEBEN PREDIGE
DEIN LEBEN PREDIGE Prediger, gut, wenn du hervorragend predigen und viele Menschen für Jesus Christus begeistern kannst Prediger, noch besser, wenn zugleich dein Leben eine eindrucksvolle Predigt ist Dann werden auch etliche hartnaeckige Zweifler verstehen und gemeinsam mit dir Gottes Wege der Hoffnung und Liebe gehen Lasse deine Predigt auch in deinem Herzen geschehen So werden womoeglich alle,...
UEBERHOLSPUR ODER STANDSPUR
UEBERHOLSPUR ODER STANDSPUR Ehrlich gesagt, beneide ich dich um dein Überholspurleben Gott hat mir nur ein bescheidenes Standspurleben gegeben Oder habe ich falsch gedacht und noch mehr falsch gemacht und mich so selbst um alle Chancen gebracht Stephan Wannovius, Dalian, China, 17/07/24
Träumerisch – DER TRÄUMER ICH
Träumerisch - DER TRÄUMER ICH Vorwort --------- Das Leben ist für viele ein einzigartiges Gedicht Doch für so manche, die ein Gedicht schreiben, muss solche Freude unerreichbar bleiben Hauptteil -------- Ich bin ein Träumer Ein Das-Leben-Versäumer Denn ich bin ein Dichter Dazu noch ein recht schlichter Ich habe nur meine spärlichen Zeilen, während unpoetische Menschen von Erlebnis zu Erlebnis,...
Freiheitslied
Freiheitslied Auf, Freunde, es ist wieder Zeit, Uns Freiräume zu retten. Deshalb seid mir jetzt ja bereit, Geht mit mir zu Stätten, Die uns hin zur Freiheit führen, Weil wir nur so die Zukunft spüren. Auf, Freunde, allzu lang geruht, Jetzt gilt es aufzustehen! Denn nur das Edle ist ein Gut, Für das die Freiheit unser Lehen, Mit dem wir dann so gerne leben Und neugierig nach Neuem streben. Auf,...
Täglich der Lust
Täglich der Lust Natürlich fordert ein jedes Alter Seit jeher seinen Verlusttribut, Egal ob Sybille, Kevin oder Walter Noch aufsteht voller Lebensmut. Von vornherein bleibt aufgetragen, Dass wir alle in des Lebens Gunst Des Schicksals Liebesfreuden wagen, Auch mit Kultur und mit der Kunst. Solange wir mit Zärtlichkeit Täglich der Lust ein Häuslein bauen, Dürfen wir bei Freiwilligkeit Auch später...
VERMÖGEN UND UNVERMÖGEN
VERMÖGEN UND UNVERMÖGEN Je grösser das Vermögen eines Menschen, desto kleiner oft sein Einfühlungsvermögen in ärmere Menschen Stephan Wannovius, 18/05/25
EGOTrip
EGOTrip Satire ----- Ich, ich, ich Meiner, meiner, meiner Mir, mir, mir Mich, mich, mich Für dich habe ich keine Zeit Endlich von dir befreit, bin ich für immer ganz für mich zum ICH bereit Du musst das verstehen Du darfst und sollst auch ichwaerts gehen Dann wird es dir wohlergehen Besinne dich deiner wie ich meiner Das ist viel reiner und feiner Stephan Wannovius, Antwerpen, Belgien,...
Wort für Wort
Wort für Wort Es ist des Menschen Privileg, Sprache mit Schriften zu besitzen Und damit jener Beleg, Dass diese unserem Dasein nützen. Körperlichkeit allein wär‘ tierisch, Die Zukunft tatsächlich nicht in Sicht Mit der fantastisch und romantisch Der Mensch entschleiert frühes Licht. Wort für Wort setzen wir zusammen, Was man verstehen und glauben kann. So wird man zu Horizonten gelangen, Die...
Interessen
Interessen Die Welt ist bunt, die Welt ist schön, Man muss nicht immer Kaufen geh’n, Weil man mehr ist und viel mehr kann, Als ein Planet in Umlaufbahn. Jahrein, jahraus nur vegetieren, Gemütsverdschungelungen führen, Das ist nichts, was wirklich aufbaut, Weil es die Lebenszeit nur klaut. Wir haben doch so viele Gaben! Wenn wir sie für uns recht handhaben, Bereichern Dasein, unsere Zeit Fördert...