Verursacht das Stress?
Verursacht das Stress? Menschen aus ihrer Ruhe vertreiben, Verursacht das Stress? Ihnen etwas unter die Nase reiben, Wäre das kess? Ihnen ihre Lebensziele rauben, Das ist keine Kunst! Uns Entspannung erlauben Wäre höchste Gunst! Also wollen wir uns fügen In unsere Freud, Wenn wir uns vergnügen, Dennoch dazu bereit, Uns dort zu bescheiden, Wo bereits unser Glück, Um nicht zu erleiden Ein...
Wenn innere Harmonie
Wenn innere Harmonie Wenn innere Harmonie Dir signalisiert: „Jetzt ist es aber endlich genug!“ Hebe ja nicht weiter an den Krug, Bleibe nicht abhängigkeitsgeführt! Gelassenheit sei Deine Stärke, Denn der in sich Ruhende weiß: Auf Erden wird es Dir so zu heiß! Also: Kontrolliere Deine Werke! Unser aller Fußabdruck bleibt, Den ein jeder von uns produziert, Denn wir bleiben wunschverführt, Was die...
Wenn Sterne träumen würden…
Wenn Sterne träumen würden... Von was würden sie träumen? Von Liedern, zu denen sie tanzen könnten? Von Blumen, die ihnen mit ihren Farben den Weg weisen würden? Von Liebenden, die ihnen Namen geben? Von... © A. Namer
Wir hätten Wichtigeres zu tun
Wir hätten Wichtigeres zu tun Wir hätten Wichtigeres zu tun, Als wieder Bomben abzuwerfen, Die Erde geht uns sonst kaputt, Heißzeit will schon das Leben brechen! Immer noch führen wir alte Kriege Und tun so, als wäre die Erde Unendlich, weil wir leider zulassen Zu leben wie die Berserker. Der Erdkreis, er ist sehr begrenzt, Das Klima, es entartet weiter Und Wälder brennen überall, Weil wir nicht...
Lügen
Lügen Lügen mögen zwar entlasten, Aber sie belasten die Zukunft: Wir sollte ja nicht wahrheitsfasten, Denn das wär ohn‘ alle Vernunft. Mit Wahrheit kommt man immer weiter, Muss sie jedoch nicht hinausposaunen, Denn aufgestellt ist eine Nachricht heiter, Wenn wir begrenzen unsere Launen. Oft ist das Lügen nur ein Reflex, Gedankenlos dahergeredet. Hinterher ist man dann perplex, Wenn das von...
Morgenhorizont
Geliebter Blick in Sonnenaufgang Richtung Osten Vorwärtsdrang Morgenfrische Zuversicht Fahles Licht streift mein Gesicht Erst nur zögerlich und schwer Hinter Hügel steigt empor Schmale Wolkenbänder decken Sonne ab, muss sich erst recken Nach ein paar Minuten dann Fängt das Farbenschauspiel an Radiales Licht-Theater Drängt durch zahllos Wolkenfenster Beginnt als Purpur in Pastell Stimmungsvoll...
Das Sommerende
Der Sommer geht, das Licht verblasst, der Abend naht in mattem Rot. Was nicht gereift, das fällt zur Rast, der Tag verneigt sich still dem Tod. Die Felder schweigen abgeerntet, kein Lied mehr zieht durch Flur und Wind. Was nicht ins Herz gesammelt wurde, verliert sich wie ein flüchtig Kind. Ein Sturm erhebt sich überm Tale, die Eberesche senkt ihr Haupt. Ein Wind fährt durch die offnen Male, wo...
Der Sommer geht.
Der Sommer geht, der Sturm er kommt, was nicht gereift, das fällt vom Baum. Was nicht gesammelt, zieht im Wind – verliert sich still in Zeit und Raum. Doch kaum hat sich der Sturm gelegt, ruht Laub auf Wegen, bunt und klar. Ein neuer Takt beginnt im Land, als sei das Alte immerdar. Denn was im Wind sich tief verneigt, das hebt sich bald mit neuem Mut. Die Erde atmet, leis und frei – und tut, was...
Der Lavendelbusch
Der Lavendelbusch Es summt und brummt in aller Früh‘, Ein ganzer Bienenstock hat Müh‘, Sich an Lilablüten zu versammeln, Um Honigtracht reichlich zu sammeln. Bevor die Sonne höher steigt, Sich später hin zum Abend neigt, Ist fleißig und mit viel Bedacht Das Erntegut zum Stock gebracht. Würde, wie bei den fleißigen Immen Weltweit das Erntewerk noch stimmen, Gäbs weniger Hunger und ein Werden Auf...
Grillwürstchen
Grillwürstchen Da liegen so viele auf dem Grill, Jetzt kann das Volksfest beginnen, Wo mit Genuss und mit viel Gefühl Es erfasst das Gemüt, unser Sinnen. Früher gab es das nur einmal im Jahr, Dass es die Würstchen gab, sonst nicht, Weil dies der Höhepunkt des Jahres war: Es gab wenig Geld, wenig Berufsaussicht. Heute ist das Grillen überall inflationär, Die ganze Welt wird ständig bedampft....
Sonett über die Gleichgültigkeit
Wer stumm die Welt in grauer Ruhe sieht, dem Herz erkaltet, noch bevor es schlägt, er merkt nicht, dass die Zeit im Gift verriet, was jede Flamme in den Schatten legt. So wandelt er, ein Schlafender im Tag, die Augen offen, doch der Sinn ist blind; er hört kein Leid, er stellt sich keine Frag, sein Geist verweht wie Staub im leeren Wind. Und jeder Schmerz, der stumm verhallt, vermehrt die Macht...
Wenn nicht der Tag
Wenn nicht der Tag Wenn nicht der Tag den Abend lobt, Kann man zur Nacht schlecht finden, Weil immer die Erinnerung tobt, Um das Gemüt zu schinden. Wirf daher ab, was Dich bedrückt, Dem Abend gehört das Feiern. Suche, was freudig Dir geglückt, Verdränge das alte Leiern. Den Abend grüßt die reife Nacht, Wenn unsere Sterne aufgehen Und Liebe uns erst dann erwacht, Wenn von Gegangenem wir absehen....
Das Hausrezept
Das Hausrezept Viel hatte sie nicht von ihrem Leben, Armut blieb ständige Begleiterin. Sie arbeitete hart und wollte streben, Dafür gab es Nahrungsgewinn. Und jedes Jahr am Ackerrain Holte sie sich Kamillenblüten, Trocknete sie, der Duft war fein Und packte sie in Papiertüten. Trat dann herein die Schnupfenzeit Mit Husten, Grippe schwer ins Land, Machte sie ihren Tee bestens bereit, Denn klug...
Farben
Die Farbpalette des Lebens ist vielfältig. Welche Mischung möchtest du als Nächstes ausprobieren? © A. Namer
In den Gärten
In den Gärten Längst sind leichter die Gewänder, Passen sich dem Spätjahr an: Die Wiesen trocken, der Kalender Sagt uns: S‘blüht kein Löwenzahn. In den Gärten harken Nachbarn, Pflegen die umgegrabenen Beete Und im Wald treibt frischer Farn, Blumen schönen auch die Städte. Jetzt ist noch kein Braun zu sehen, Das Grün verhindert Seelenschmach. Am Morgen, wenn wir wandern gehen, Begleitet uns...
Hast Du nicht immer mir gesagt
Hast Du nicht immer mir gesagt Da möchte ich doch diesen schönen Tag Nicht vor dem Abend loben: Wenn ich mich aus der Deckung wag‘, Zieht es mich wirklich weit nach oben, Zum Klettersteig, ins Hochgebirge, Wo Fels, die Latsche und die Birke. Hast Du nicht immer mir gesagt, Geduld sollte ich haben, Sehen den Menschen, der Höhe wagt, Auch den Adler und die Raben, Die dort spechtend auf mich sehen,...
Ruhe in die Welt zu bringen
Ruhe in die Welt zu bringen Überall begegnen uns Geilheit und Hektik, Der Daddelwurm – er ist überall! So zeigt sich moderne Dialektik: Eine Freiheit – wie im Hasenstall! Man wähnt sich so herrlich frei Und ist doch mediengefangen In und mit diesem täglichen Vielerlei, Als wäre die Muße verlorengegangen. Ruhe in die Welt zu bringen, Sich hinsetzen und nur zu schauen, Nicht mit irren Botschaften...
Die Osterinseltradödie
Die Osterinseltragödie So könnte es uns als Menschheit ergehen: Nachdem dort alle Bäume gefällt waren, Nur kahl die Osterinseln noch zu sehen, Konnte man nicht mehr zum Fischfang fahren. Steinfiguren zementierten religiösen Wahn: Göttersegen sollte Nahrung bringen! Von Göttern Hilfe erflehen sodann, Um gegen das Verhungern anzusinnen. Es kann aber auch so gewesen sein: In religiösem Eifer und...
Scherbenhaufen meines Lebens
Der Kampf war vergebens, zurück blieb ein Scherbenhaufen meines Lebens. Schaffe ich noch den Neubeginn, oder hat alles keinen Sinn? Zu viel geraucht, zu viel verbraucht, mein Körper wirkt müde, mein Blick ist verhaucht. Die Gegenwart zieht ihre Kreise, ich fühle mich auf einer endlosen Reise. Niederlagen prägen mein Leben, wird es für mich noch Hoffnung geben? So viele Fragen ohne Klang, und...
Geschliffen
Das Leben schleift uns manchmal, wie eine Schleifmaschine Holz. ...und so entdecken wir immer wieder neue Schichten, die wir so noch gar nicht kannten. © A. Namer
Rechtschaffenheit
Rechtschaffenheit Mit der Bibel ein Leben verbringen, So schaffte Großmutter fast hundert Jahre. Religiös geerdet konnte es ihr gelingen Trotz Armut beseitigen die NACHTMAHRE: Früh schwanger und doch verlassen Wurde sie arrangiert verheiratet. So konnte ein Alkoholiker sie fassen, Unglück wurde so ihr bereitet. Sie musste mit den beiden Söhnen Allein durchs Leben kommen, Sich an das Bescheidene...
Zwei Hahnen auf dem Mist
Zwei Hahnen auf dem Mist Zwei Hahnen auf dem Mist, Der eine reich, der andere mächtig: Da drohen Kampf und schlimme List, Denn keiner bleibt da unbedächtig. Es geht ja nur um eine Botschaft: Wer von uns darf der Stärkere sein. Also wird das alle Üble hergeschafft, Man schlägt sich immer hundsgemein. Ziehe Dich selbst von dort zurück, Sonst kommst Du zwischen ihre Fronten, Gefährdest Dein eignes...
Ich bin ein Baum
Wenn ich ein Baum wäre, wüsstest du mit dem Wissen, dass ich ein Baum bin, noch lange nicht, wer oder was ich bin. Es gibt Tannenbäume, Laubbäume, Obstbäume, so viele Arten, so viele Sorten... Jeder ist anders beschaffen, sieht anders aus, hat andere Bedürfnisse, wächst und gedeiht, je nachdem, auf welchem Untergrund er gewachsen, welchen Umwelteinflüssen er ausgesetzt ist, ob ihn jemand...
Welche Intelligenz bitte?
Welche Intelligenz bitte? Da erzählte ich ihnen, Dass mit meinem Elektroauto Ich siebzig Stundenkilometer gefahren sei. Daraufhin lachten sie mich aus Und man sah an ihren Gesichtsmienen, Ich wäre nur ein pars pro toto Der üblen Straßenschleicherei, Denn man lebt besser in Saus und Braus. Als ich dann ausführte und erklärte, Dass Nachfahrende wie auch ich dem Klima dienten, Weil wir alle weniger...
Vorstellungen
Vorstellungen Vorstellungen sind anders als Tatsachen, Doch manchmal sind diese zum Lachen. Verstellen sie oft, gar nicht so selten, Dass sie verbauen wirkliche Welten? Da mögen beste Wünsche reifen, Mit denen wir zum Himmel greifen, Doch haben wir wirklich bedacht, Dass dadurch Wirkliches verlacht? Die Animationen wollen uns ködern, Können in Seelenbeständen stöbern. Wer jedoch nur nach...
Erleuchtung
...manchmal reicht ein wenig warten und die Erleuchtung kommt von ganz alleine. © A. Namer
Never change a running system
Never change a running system Man glaubt es kaum, aber Veränderung Ist manches Mal nur in CEOs Willen: Macht Bewährtes man madig, soll Konsum Mit Neuem den Geldhunger stillen. Doch hat er noch den Überblick Oder will er einfach das durchsetzen, Was nicht immer mit großem Geschick Das gesamte Sortiment wird hetzen? Gut Gemeintes ist nicht immer ein Wert, Auch CEOs können den Stimmen erliegen, Wo...
Stubenhocker
Stubenhocker Was helfen Haus, Auto und Weib, Wenn keine Lust mehr erfasst den Leib, Ruhelos die Seele und ohne Verbleib Findet nicht mehr Freude am Zeitvertreib? Natürlich hat er alles schon ausprobiert, Sogar ein Weibchen zum Altare geführt, Mit Reisen die Kultur aufgespürt Und wurde zum Joggingmeister gekürt. Jetzt interessiert ihn weder Wald noch Bach, Auch kein Beruf und nichts vom Fach,...
Synkopen
Asynchron und gegen Strom Setzt Akzent wie Metronom Rhythmus gilt als prätentiös Offbeat hier gar nicht taktlos Wider Zählzeit dennoch Metrik Früher Ragtime ohne Taktik Position von Takt und Taktstock Unerhört diese Betonung
Sommerlied
Die Sonne strahlt, der Sommer lacht, die Schäfchenwolken ziehn bei Nacht. Der Abend trägt sein goldnes Kleid, die Stille fließt in Ewigkeit. Ein leiser Wind durchschreitet sacht, er haucht dem Tal die Träume Macht. Die Wiesen glühn im warmen Licht, doch flüchtig bleibt des Lebens Sicht. Wenn dein Gesicht mein Herz erhellt, vergisst die Seele ihre Welt. Im Augenblick wird Ewigkeit – die Liebe...